Als klarer 19:10-Favorit war Rupert Plerschs Spitzensprinter War Artist am Donnerstagabend in Meydan in die Startboxen zum Mahab Al Shimaal, dem Gruppe-III-Rennen über 1200 Meter, dotiert mit 200.000 Dollar, eingerückt. Doch unter Olivier Peslier konnte der Sieger der Goldenen Peitsche trotz eines ordentlichen Rennverlaufs in keinster Weise an seine zuletzt in Meydan gezeigte Siegform anknüpfen.
Für den Sieg kam er eigentlich nie in Frage. Lange schien er es in die Platzierung zu schaffen, aber auch daraus wurde am Ende nichts. Als Fünfter kam der Plersch-Wallach schließlich rund dreieinhalb Längen hinter dem Sieger über die Linie.
Und das war natürlich wieder einmal ein Godolphin-Vertreter. Der letztjährige UAE 2.000 Guineas-Sieger und Derby-Zweite Desert Party kam als 55:10-Chance leicht gegen Mutheeb und Sir Gerry zum Zuge. Das war einer von drei Siegen von Frankie Dettori, Saeed bin Suroor und Godolphin an diesem ‚Super Thursday‘.
Das Al Bastakiya, das Listenrennen auf dem Tapeta-Untergrund für die Dreijährigen (1900 m, 250.000 Dollar), gewann Dettori rund 35 Minuten zuvor mit Godolphins zweiter Farbe Mendip. Der ungeschlagene Hengst (37:10) canterte nur so vor dem Feld, hatte im Ziel sechseinviertel Längen Vorsprung vor Della Barba und der dritten Godolphin-Farbe Enak. Der favorisierte Breeders‘ Cup Juvenile-Sieger Vale of York war unter Ahmed Ajtebi nie zwingend und kam nur auf den fünften Rang.
Eine Niederlage mussten die erfolgsverwöhnten ‚Blauen‘ dann aber im Burj Nahaar (Gr.III, 1600 m, 200.000 Dollar) hinnehmen, als der zuletzt noch so überragend siegreiche Skysurfers seine erste Niederlage hinnehmen musste. Er ging nie wie ein Sieger und wurde nur Fünfter. So war der Weg frei für den 260:10-Außenseiter Cat Junior (Richard Hills) aus dem Stall von Brian Meehan, der sich sicher gegen Green Coast und Calming Influence durchsetzte.
Und auch im dritten Lauf der Al Maktoum Challenge (Gr.II, 2000 m, 300.000 Dollar) lief es für ‚Königsblau‘ nicht so wie geplant. Denn bei seinem Debüt auf dem Tapeta-Untergrund fand der Arc-Dritte Cavalryman, der erstmals unter Regie von Saeed bin Suroor startete, nicht entscheidend ins Rennen und wurde nur enttäuschender Siebter.
Aber auch die zweite Godolphin-Farbe konnte diesmal nicht für den Stallgefährten einspringen, denn Allybar (Ahmed Ajtebi) wurde nur Vierter. Von der Spitze aus hatte lange Pascal Barys letztjähriger World Cup-Zweiter Gloria de Campeao (Tiago Pereira) wie der Sieger ausgesehen.
Doch nach einem Glanzritt von Olivier Peslier bekam an der Außenseite die japanische Stute Red Desire förmlich Flügel. Die 90:10-Außenseiterin von Trainer Mikio Matsunaga fing Gloria de Campeao noch ab, hatte im Ziel eine Viertellänge Vorteil.
Dritter wurde nicht weit zurück Mr. Brock. Nichts zu holen gab es auch für die zweite Japanerin, Vodka. Sie wurde nur Achte.
Auch im letzten Rennen des Abends konnte ein Favorit aus dem Suroor-Stall seiner Rolle nicht gerecht werden. Der KIngmambo-Sohn Alexandros (Frankie Dettori, 18:10) sah zwar Mitte der Geraden wie der sichere Sieger aus, doch kam der wiedererstarkte Cumani-Schützling Presvis (Ryan Moore) noch so stark auf, dass er noch leicht an dem Godolphin-Hengst vorbei lief. Dritter wurde der lange führende Tam Lin.









