
Eines der besten deutschen Grand Prix-Pferde der vergangenen Jahre hat am Sonntag in Krefeld sein letztes Rennen bestritten. Der im Besitz von Frank van Gorp stehende Doyen-Sohn Vif Monsieur hat im Niederrhein-Pokal im Stadtwald, den er in den vergangenen beiden Jahren gewinnen konnte, seinen Abschied von der Rennbahn gegeben (Zum Video).
Nun soll der von Ursula Herberts gezogene Sechsjährige im kommenden Jahr als Deckhengst für den Hindernissport in Frankreich aufgestellt werden. Das gab Koen Clijmans, der Schwiegersohn von Besitzer Frank van Gorp am Sonntag nach dem Rennen gegenüber der Sport-Welt bekannt.
„Das war sein letzter Start. Er geht nun als Deckhengst für den Hindernissport nach Frankreich. Er hat uns soviel Freude bereitet. Im Nachhinein könnte man sagen, dass man vielleicht schon ein Jahr früher mit ihm hätte aufhören sollen. Aber er siegte hier im vergangenen Jahr mit neun Längen Vorsprung, das war seine beste Leistung überhaupt. Nun sind wir froh, dass er gesund in die Zucht geht und noch ein schönes Leben hat“, so Koen Clijmans, der auch der ständige Jockey von Vif Monsieur war.
Vif Monsieur ist vierfacher Gruppesieger, er gewann dreijährig unter Regie von Jens Hirschberger den Frühjahrs-Preis des Bankhauses Metzler in Frankfurt (Zum Video), und siegte im gleichen Jahr, inzwischen von Sascha Smrczek vorbereitet, im Hubertus Liebrecht-Gedächtnispreis in Baden-Baden (Zum Video). 2014 und 2015 triumphierte er wie erwähnt im Niederrhein-Pokal in Krefeld.
Bei 27 Starts kam Vif Monsieur zu sieben Siegen und vier Platzierungen, seine Gewinnsumme beläuft sich auf 263.600 Euro. Das höchste GAG des Doyen-Sohnes waren die 96 Kilo, die er nach der Saison 2015 vom Handicapper bekam.
