Torsten Mundrys gelungener Wechsel des Metiers

Als Jockey gehörte Torsten Mundry lange Jahre zur schmalen Spitze der hiesigen Sattelkünstler. Schon während seiner Zeit als Reiter war es ein offenes Geheimnis, dass er irgendwann einmal in die Fußstapfen seines langjährigen Chefs Peter Rau treten würde. In einer Zeit, in der sich das Jockey-Karussell immer schneller dreht, war die Verbindung Rau/Mundry schon etwas Besonderes, denn abgesehen von einer kurzen Unterbrechung, als Torsten Mundry für ein Jahr seine Zelte in Hong Kong aufschlug, arbeitete dieses Gespann rekordverdächtige 15 Jahre zusammen.

Und das mit außerordentlichem Erfolg. Lavirco, Egerton, Donaldson, Anna Monda, Laveron, Wurfscheibe oder Abbadjinn sind nur einige von zahlreichen Gruppesiegern, für die dieses Duo verantwortlich war. Dennoch kam die Nachricht von der Übernahme des Trainerpostens in der von Brümmerhof-Besitzer Gregor Baum betriebenen Trainingsanlage Ende letzten Jahre etwas überraschend.

Die Umstände ergaben es aber, dass dieser Schritt bereits jetzt vollzogen wurde, und Torsten Mundry wird sicher auch froh sein, den Kampf gegen das Gewicht, der in den letzten Jahren immer härter wurde, nicht mehr austragen zu müssen. „Ich hätte zwar gerne nach meiner Jockey-Karriere eine kurze Pause gehabt, um erst einmal abzuschalten, bis ich als Trainer anfange, aber so, wie es jetzt gekommen ist, ist es auch in Ordnung. Ich bin sehr froh und unheimlich dankbar, dass ich diese Chance erhalte.

Es ist sicher nicht üblich, dass jemand in Zeiten der Finanzkrise und in einer Zeit, in der es dem Galopprennsport in Deutschland ja auch nicht gerade gut geht, jemand in eine Anlage investiert, so wie es Herr Baum tut“, sagt Torsten Mundry, der bei seinem Start als Trainer wirklich optimale Bedingungen vorfindet. „Die Gras- und Sandbahn können individuell bewässert werden“, so eine Anlage würde sich manche Rennbahn wünschen.

„Zudem besitzt die Trainingsbahn eine Steigung, was sehr günstig ist. Ich halte viel von dem Bergauftraining, denn man erreicht mit langsamerer Geschwindigkeit das gleiche Ergebnis wie auf einer flachen Bahn bei höherem Tempo. In Chantilly und Newmarket, wo die besten Pferde der Welt trainiert werden, wird das auch praktiziert“, sagt Mundry, für den Peter Rau, der auch den Gang durch den Stall bei der Stallparade mitmachte, weiterhin ein Wegbegleiter sein wird. „Ich bin doch kein Pensionär, bin jeden Tag auch hier und sehe mir alles an“, sagt Rau, doch hat Torsten Mundry durchaus seine eigenen Ideen, die er in das Training einbringt.

„Ich bin dennoch froh, dass Herr Rau noch da ist. Seine Meinung ist immer hilfreich und er kann mir mit seiner großen Erfahrung bei der einen oder anderen Sache immer wieder mal helfen“, sagt Torsten Mundry, der aber auch bereits die Eigenheiten seines neuen Berufs kennengelernt hat. „Früher als Jockey hat man nach dem Training seinen Sattel aufgehängt, ist nach Hause gefahren und hatte seine Ruhe. Als Trainer hat man fast einen 24-Stunden-Tag, muss sich um so vieles Organisatorisches kümmern, muss mit Besitzern, Tierärzten, Rennvereinen und und und telefonieren.

Und man hat Verantwortung für die Pferde, die ja einen unheimlichen Wert besitzen. Da schläft man natürlich nicht mehr ganz so ruhig wie früher“, sagt Mundry, dem die neue Aufgabe dennoch viel Spaß macht. „Ich habe aber auch das Glück, hier mit einem Superteam zu arbeiten, das vor allem auch bestens eingespielt ist“, sagt Mundry.

Als Jockeys am Stall bekommen Andre Best und Norman Richter alle Chancen, mit Manuela Murke, Annika Rosenbaum und Roman Mackowiak hat man weitere Reiter am Stall, die die Pferde im Training bestens auf das Rennen vorbereiten. Von den drei Auszubildenden hat Rebekka Schumacher im Rennen bereits Erfahrungen sammeln können und auch bereits die ersten Meriten erworben. Das hat Lisa-Marie Sturm noch vor sich, sie steht vor ihren ersten Einsätzen. Dritte Auszubildende in dem Warendorfer Quartier ist Ann-Kathrin Trantel. Erwähnt werden müssen natürlich auch Futtermeister Ivan Bartolcic und Klaus Lamely, der schon lange Jahre hier am Stall ist.

Neu ist dagegen Herbert Engels, der für das Wohl der Pferde auf den reisen verabtwortlich ist. Und natürlich muss auch Claudia Best, die Lebensgefährtin des Neu-Trainers, erwähnt werden. „Sie ist für mich tagtäglich eine große Stütze, vor allem im organisatorischen Bereich“, sagt Mundry. Der Start in den neuen Job ist für Torsten Mundry nahezu optimal verlaufen, denn die ersten Siege sind längst eingefahren und um ein Haar hätte Ambassador gleich bei der ersten Gelegenheit auch für den ersten Gruppesieg gesorgt. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben und man kann sicher sein, dass Torsten Mundry auch auf diesem Level bald punkten wird.

Im Lot der älteren Pferde findet man mit dem Vierjährigen Le Numero einen Wallach, der erst vor kurzem sein Debüt gab, wobei in Frankfurt gleich ein zweiter Platz heraussprang. „Er hatte dreijährig einige Kinderkrankheiten und Wehwehchen, doch hat er sich nun schön gefangen. Das Debüt war gut, mit ihm zielen wir jetzt auf ein Kategorie-E-Rennen in Frankfurt“, erklärt der Trainer. Lange sieglos wird der Numerous-Sohn wohl kaum bleiben. Ebenfalls noch ohne Erfolg ist der gleichaltrige North Cross, der allerdings auch überhaupt noch nicht am Start war.

Der Hengst, der Liebling seiner Besitzerin, musste nach einer Fissur, die er als Zweijähriger erlitt, geschraubt werden. Die Schrauben sind mittlerweile wieder entfernt, der kleine, abgedrehte Kerl wird ein Pferd für Wege zwischen 1200 und 1400 Metern. Seine Mutter North America war unter Regie von Peter Rau zweifache Listensiegerin. Ein Neuzugang im Stall ist Simon Magus, der in der Vergangenheit sein Talent schon angedeutet hat. „Er ist noch nicht lange da und hat pausiert. Was ich bereits festgestellt habe ist, dass er einen starken Willen hat. Wir haben mit ihm keinen Druck und werden ihn in Ruhe aufbauen.

Das Ziel ist, ihn in der Listenklasse zu etablieren“, heißt es über den Golan-Sohn des Stalles Dipoli. Einen guten Einstand in die Saison gab in der vergangenen Woche der Pentire-Sohn Free Minded, als er im Silbernen Band der Ruhr auf den dritten Platz lief. Ohnehin kennt der Wallach nur gute Leistungen. „Er ist zwar etwas unscheinbar, hat aber ein ganz großes Kämpferherz. Ich glaube, dass der Weg in Mülheim nicht einmal optimal für ihn war, aber irgendwo mussten wir ja anfangen. 2400 Meter sehe ich als seine optimale Distanz. Wir werden mit ihm bestimmt auch mal nach Frankreich gehen“, erklärt Torsten Mundry über den Vierjährigen, der bei all seinen neun Starts im Geld landete.

Nicht die Erwartungen erfüllt hat im Vorjahr Let‘s Rock, von dem man sich nach den guten Zweijährigenformen mehr versprochen hatte. Seine beste Leistung zeigte er als Dritter mit hohem Gewicht in einem Badener Ausgleich II. Am vergangenen Sonntag kam er in einem Altersgewichtsrennen auf den zweiten Platz, in ähnlichen Aufgaben sollte bald wieder ein Treffer fällig sein. Shivaji hatte zweijährig eine Riesenform gezeigt, als er nur eine Nase hinter dem späteren Derbysieger Kamsin landete. Er musste dreijährig länger aussetzen, wurde auch kastriert.

Bei seinem Neuanfang in Hoppegarten kam er auf den zweiten Platz. Leider setzt er im Rennen nicht das um, was er im Training zeigt. „Ich hoffe, dass bei ihm der Knoten noch platzt“, sagt sein Betreuer. Ein weiterer ungeprüfter Vierjähriger im Stall ist der Lando-Sohn Andretti. Der Hengst hat eine Super-Abstammung, denn er ist ein Halbbruder der Diana-Siegerin Almerita. „Er stand lange in der Entwicklung, ist auch ein sehr großes Pferd. Er sollte eigentlich schon sein Debüt geben, doch bekam er kurz zuvor eine Hufprellung, weshalb wir das verschieben mussten. Er besitzt einen tollen Charakter, wenn er hält, kann er sicher Freude machen“, gibt Torsten Mundry Auskunft über den Hengst.

Nachdem es dreijährig noch keinen Erfolg zu feiern gab, trug sich der Stallgefährte Hilfiger in dieser Saison bereits zweimal in die Siegerliste ein. Ohnehin dürfte Torsten Mundry seinen Namen nie vergessen, denn er sorgte mit seinem Düsseldorfer Treffer für den ersten Trainersieg des Ex-Jockeys. Der Steher ist ein großes Pferd, dem sein Trainer noch weitere Steigerung zutraut. Der Boden sollte für ihn aber wohl nicht zu weich sein, denn auf diesem Untergrund enttäuschte er im Vorjahr in Köln einmal stark. Das Lot der Ittlinger Vierjährigen beschließt Mermaidia, eine High Chaparall-Tochter, die vom Trainer nur positive Kritiken bekommt.

„Sie hatte einige Kinderkrankheiten, musste auch operiert werden, hat sich nun aber schön gefunden. Sie ist eine selbstbewusste, ausgeglichene, große Stute mit schönen Bewegungen“, so Mundry, für den die Dunkelbraune bereits in Halle einen Punkt erzielen konnte, der nicht ihr letzter gewesen sein muss.

Ein Muster an Beständigkeit ist der im Besitz des Stalles Kokenhof von Hannover-96-Präsident Martin Kind stehende Alter König. „Er läuft immer treu nach vorne“, sagt der Trainer, was auch die Formen belegen, denn bei neun Starts landete er im Vorjahr achtmal im Geld. Auch in dieser Saison war Alter König bereits wieder Zweiter, sein Trainer sagt ihm auch Sprungtalent nach, doch soll er vorerst noch auf der Flachen weitermachen. Dela­croix kam aus einem anderen Quartier nach Warendorf, für seinen neuen Coach debütierte er als Dritter auf der Dortmunder Sandbahn. „Er hatte sich weh getan, ist nun aber wieder soweit. Ganz feste Bahn behagt ihm nicht, weshalb er bevorzugt auf weichem Geläuf starten soll. Distanzen zwischen 1600 und 1800 Metern werden für ihn passend sein“, erklärt Torsten Mundry.

Es fehlte nur ein Kopf, dann wäre Ambassador gleich als erster Starter auf Gruppe-Parkett für Torsten Mundry auch dessen erster Sieger auf diesem Level gewesen. Doch nach einem Glanzfinish von Andrasch Starke entriss Ostland dem Acatenango-Sohn quasi auf der Linie noch den Sieg. „Er sieht aus wie ein Rennpferd, die Form aus dem Grand Prix-Aufgalopp war natürlich super. Im Gerling-Preis zeigte sich aber wohl, dasss das Rennen für die Erstplatzierten beim Saisondebüt doch ziemlich hart war und sie etwas mitgenommen hat. Er ist aber trotzdem nicht schlecht gelaufen. Wir werden natürlich in den einschlägigen Steherrennen mit ihm weitermachen“, heißt es zu dem Hengst, dessen in New York lebender Besitzer ein Faible für die deutsche Zucht hat.

Für die selben Farben startet mit Konqueror ein Pferd, das man im Vorjahr aus kleinsten Anfängen durch die Handicaps bis zu einer Marke von über 80 Kilo gebracht hat. Und auch das Saisondebüt des Lomitas-Sohnes war stark. „Auf den dritten Platz in dem Kölner Listenrennen hinter Liang Kay und Abbashiva bin ich richtig stolz. Er kam auch top aus dem Rennen. Wenn er in Köln Vierter geworden wäre, hätte ich für ihn ein schönes Rennen in Baden-Baden gehabt, jetzt müssen wir ein anderes Rennen anvisieren. Er könnte Ende Mai in Frankreich laufen oder im Ausgleich I in Krefeld, aber dort müsste er sehr viel Gewicht tragen“, sagt der Trainer, der sich vorstellen kann, dass Konqueror in der zweiten Jahreshälfte auch in Grupperennen an den Start kommen wird.

Als ganz spätes Pferd gilt der große Ravensberger Waldsee, der sich bei seinem Saisondebüt in Hannover erstmals als Wallach vorstellte und dabei als Dritter auch ordentlich lief. „Er wird sicher noch etwas nachholen, wie die meisten Pferde aus seiner Linie hat er viel Zeit gebraucht. Er ist ein Steher, der aus dem Vordertreffen geritten werden muss“, erklärt Torsten Mundry. Noch nicht lange in diesem Warendorfer Top-Quartier befindet sich der Röttgener Aspectus, der bei seinem letzten Trainer Andre Fabre die Erwartungen nicht erfüllen konnte.

„Ich bin sehr stolz, dieses Pferd trainieren zu dürfen“, sagt sein Betreuer, der den Fuchs, der nahezu phantastisch aussieht, in Krefeld in einer gut ausgesuchten Aufgabe gleich siegfertig vorstellte. „Er hat das Rennen super verkraftet, ich glaube, dass 1600 Meter am besten für ihn sind, da er in der Arbeit relativ eifrig ist. Als maximale Distanz sehe ich für ihn 1800 an. Er wird jetzt in die Badener Meile gehen, ich hoffe, dass wir ihn wieder an seine alte Klasse heranführen werden“, freut sich Torsten Mundry regelrecht auf die kommenden Aufgaben des Hengstes.

Zu den Gegnern von Aspectus wird in der Badener Meile auch Abbashiva gehören, der in der Großen Hessen-Meile in Frankfurt zum Gruppesieger avancierte und es so seinem Bruder Abbadjinn nachmachte. Beim Saisondebüt in Köln scheiterte er nur an einem gewissen Liang Kay, war seinerseits aber klar vor dem Rest. „Er ist stark gelaufen, sieht auch wirklich sehr gut aus. Er ist ein richtiges Speedpferd. Mit ihm werden wir auch das ein oder andere Rennen im Ausland anvisieren“, so Torsten Mundry.

Den Reigen der älteren Pferde beschließt mit dem bereits erwähnten Abbadjinn einer der absoluten Stars des Stalles. Daran hat auch seine Niederlage in Bremen nichts geändert. „Das Rennen kam vielleicht etwas zu früh für ihn. Daran sollte man ihn nicht messen. Seine besten Rennen läuft er ohnehin auf der Geraden Bahn, deshalb mag er auch Iffezheim so gerne“, erklärt Mundry, der den Wallach nun im Benazet-Rennen in Baden-Baden aufbieten wird, in dem der Big Shuffle-Sohn Titelverteidiger ist. Weich sollte der Boden am besten für den Fünfjährigen sein, er wird auch sicher das ein oder andere Rennen im Ausland bestreiten, man wird Deutschlands Vorzeigesprinter gezielt einsetzen.

Den Auftakt im Dreijährigen-Jahrgang macht die Stute Navicella, eine Noverre-Tochter, die noch nicht gelaufen ist und wohl vorerst auch noch nicht laufen wird. „Sie ist spät ins Training gekommen, ist eine sehr große, sehr schwere Stute, die bislang noch nicht aufgefallen ist“, beschreibt der Trainer die Stute. Ein ganz anderer Fall ist natürlich die Brümmerhoferin Addicted, die in Hannover gleich bei ihrem Saisondebüt gewinnen konnte. Dabei imponierte, wie sie auf den letzten Metern anpackte und noch den Sieg sicherstellte. „Sie hat sich noch recht dumm angestellt, aber so, wie sie beschleunigte, können das nur gute Pferde.

Sie hat sich auch gut von dem Rennen erholt und noch einmal einen richtigen Sprung gemacht, sie wird jetzt in das Schwarzgold-Rennen gehen“, heißt es zu der mit einer ganz auffälligen Gesichtszeichnung geprägten Schimmelstute, die natürlich auch eine Nennung für die 1.000 Guineas besitzt. Als eine Tochter der Klassestute Alte Zeit, die auch in der Zucht so manches überdurchschnittliche Pferd gebracht hat, ist Altstadt natürlich interessant.

„Sie stand sehr stark in der Entwicklung, braucht immer noch viel Zeit. Wenn, dann wird man sie wohl erst in der zweiten Jahreshälfte auf der Bahn sehen“, gibt ihr Betreuer Auskunft über die Alkalde-Tochter. Be My Baby, eine Big Shuffle-Tochter, hatte bereits gut gearbeitet, muss derzeit aber eine kleine Verletzung auskurieren. Der Trainer, der ihr einen tollen Charakter bescheinigt und durchaus etwas von ihr hält, sieht sie als Pferd für Distanzen zwischen 1400 und 1600 Metern. Als leichtes und auch sehr leichtfüßiges Modell wird die Hawk Wing-Tochter Dalawala beschrieben, die die ersten Einsätze noch vor sich hat.

„Sie wird ihren Weg machen“, ist Torsten Mundry überzeugt. Let‘s Swing hat vor wenigen Wochen in Köln ihr Debüt gegeben, bei dem sie auf dem fünften Platz landete. „Das Laufen kann man streichen, denn das Rennen wurde sehr langsam gelaufen. Sie war zunächst etwas diffizil, ich hoffe, dass sie vom Kopf her das umsetzen kann, was sie kann, denn Galoppiervermögen hat sie“, sagt ihr Trainer. Das Brümmerhofer Dreijährigenlot komplettiert Trojana, deren Mutter Tawinja bereits von Peter Rau trainiert wurde. Die Ransom O‘War-Tochter ist eine kräftige Stute mit schöner Schulter und kräftiger Hinterhand. Zudem gilt sie als absolut unkompliziert.

„Ich denke, sie wird ihren Weg machen“, so Torsten Mundry. „Die Stuten aus der Linie waren auch besser als die Hengste“, ergänzt Peter Rau.

Die noch nicht gelaufene Moonlight Symphony, deren Großmutter eine Schwester von Monsun ist, hatte lange Probleme mit dem Haarwechsel, steht nun aber vor ihrem ersten Auftritt. Sie galoppiert bereits sehr leichtfüßig und wird gleich über Steherdistanzen anfangen. „Ich bin wirklich gespannt, wo sie landen wird“, sagt der Trainer über die Pentire-Tochter, die noch eine Diana-Nennung besitzt. Mit Platz drei debütierte der Acambaro-Sohn Snooker in Hoppegarten anständig.

„Er ist ein wirklich schöner Hengst, der sein erstes Rennen gut weggesteckt hat. Ich denke, dass er seinen Besitzern viel Spaß bereiten wird, er wird sich auf der Handicaproute hochdienen“, ist sein Betreuer überzeugt. Am vergangenen Sonntag gab der Montjeu-Sohn Le Mont Soleil sein Debüt in Frankfurt, bei dem er auf dem sechsten Platz landete. Allerdings hatte der Hengst, der noch eine Derby-Nennung besitzt, dort in der Startphase Pech, als er nach außen abgedrängt wurde.

„Er war zwar etwas hitzköpfig, ist aber ein nettes Pferd. Ich habe ihn zunächst für einen Meiler gehalten, aber gezogen ist er wie ein Steher“, sagt der Trainer über den Braunen, der seinen Einstand demnächst sicher steigern wird. Von Tiger Hill stammt Intigra, die noch nicht gelaufen ist. „Sie galoppiert aber schon sehr stark, sie hat viel dazugelernt, ich halte sie für eine bessere Stute, auch wenn sie noch keine besseren Nennungen hat. Sie wird sicher nicht lange sieglos bleiben, ich sehe sie als Pferd für Wege zwischen 1400 und 1600 Metern.“

Vor der Box von Lucarelli wird Torsten Mundry regelrecht wehmütig. „Das wäre mein Derby-Pferd gewesen“, sagt der Trainer und erklärt: „Er hat zweijährig schon sein großes Potenzial angedeutet, sollte auch laufen, bekam aber Schienbeine. Leider wurde bei ihm eine Operation notwendig, weshalb es mit dem Derby nichts wird.“ „Er hat einen tollen Charakter“, heißt es zu dem High Chaparall-Sohn, der hervorragend aussieht und den man sich für die zweite Jahreshälfte vormerken sollte. Die ungeprüfte Noima ist eine Tochter der Nostrana, die unter Regie von Peter Rau mehrfach auf Listenebene platziert war.

„Ich kann noch gar nicht soviel zu ihr sagen, denn sie ist bislang sehr unauffällig“, sagt Torsten Mundry. „So war ihre Mutter auch, aber sie wurde ein richtig gutes Pferd“, ergänzt Peter Rau. Man ist also gespannt, wo der Weg der Paolini-Tochter hinführt. Royal Kiss stand lange in der Entwicklung, er musste sich erst noch festigen und steht nun vor seinen ersten ernsteren Aufgaben im Training. „Ein kräftiger Hengst, von dem ich mir aber noch kein genaues Bild machen kann, für ihn beginnt nun der Ernst des Lebens“, sagt der Coach. Ihren ersten Start im Rennen bereits hinter sich hat seit dem Maifeiertag So Pretty, wobei die Stute als Dritte sogar besser abschnitt, als es der Trainer erwartet hatte.

„Sie ist ein praktisches Modell mit einer schönen Aktion, ein Pferd, das sich von Start zu Start steigern wird, auf Dauer eine anständige Stute“, ist Torsten Mundry überzeugt. Die Farben von Peter Raus Gattin Elisabeth vertritt mit Eusebijo ein Bruder des Listensiegers Emporio. Der Red Ransom-Sohn ist bereits Wallach, er hatte auch einige Kinderkrankheiten zu überstehen. Zunächst recht klein, ist er inzwischen richtig gewachsen und fängt an, nett zu galoppieren. Natürlich wird man Eusebijo die nötige Zeit lassen. Er wird auf Distanzen ab 1800 Metern beginnen. Dass sie ein überdurchschnittliches Pferd ist, hat die Ravensbergerin Wildfährte mit ihrem dritten Platz im Preis der Winterkönigin bereits angedeutet.

Beim Saisondebüt musste sie zwar in Köln eine etwas überraschende Niederlage hinnehmen, doch agierte ihr Reiter damals sicher nicht ganz glücklich. „Es hat sich dort aber auch bestätigt, was ich ohnehin schon vermutet habe, nämlich, dass sie keine Meilerin ist. Sie ist vielleicht auch nicht die ganz große Steherin, aber wohl von 1800 bis 2000 Metern am besten aufgehoben. Das Diana-Trial in Hoppegarten wird deshab ihr erstes großes Ziel sein, vorher wird sie noch einen Start bekommen.

Sie hat einen Super-Charakter, macht alles mit. Ich habe bei ihr noch keine negativen Points feststellen können“, ist der Trainer von der Mark of Esteem-Tochter begeistert. Mit Waldlord stellt sich ein Bruder des mehrfachen Gruppesiegers Wiesenpfad vor. Er wird aber als Polish Precedent-Sohn über mehr Stehvermögen verfügen als dieser. „Er stand stark in der Entwicklung, kommt nun aber besser in die Gänge. 2400 Meter sind für ihn sicher kein Problem“, heißt es über den nahen Verwandten von Waldvogel, der am Sonntag in Hannover debütieren soll und auch noch eine Derbynennung besitzt sowie in den Auktionsrennen über den Weg genannt ist.

Als ausgesprochen harte Stute, die einiges wegstecken kann, wird die Röttgenerin Depeche beschrieben, die bei sämtlichen Starts im Geld war. „Die hat noch nie einen Tierarzt gesehen“, heißt es über die Pentire-Tochter, die auf Distanzen von 1400 bis 1600 Metern zuhause und zudem auf dem Markt ist. Ein sehr großes, starkes Pferd ist Eliot, von dem man im letzten Jahr schon Meinung hatte. Das Debüt in Krefeld war nach kaum optimalem Start auch gut, denn im Stadtwald dürfte der Tiger Hill-Sohn auf starke Gegner getroffen sein.

„Er hat das Rennen gut weggesteckt, Union-Rennen und Derby stehen noch auf dem Programm, der nächste Start wird zeigen, ob er dafür gut genug ist. Er könnte auch ein Leger-Pferd werden“, fasst es Torsten Mundry zusammen. Ephigenie ist als rechte Schwester des in diesem Quartier so erfolgreichen Egerton natürlich genauer beäugt. Sie stand lange in der Entwicklung und hat alle Zeit bekommen, die sie brauchte. Sie galoppiert schon sehr schön und macht alles gut mit. „Sie wird vor einer guten Zukunft stehen, ist aber eher ein Pferd für die zweite Saisonhälfte“, sagt ihr Trainer über die Groom Dancer-Tochter, die natürllich später für die Zucht ausgesprochen interessant ist.

Letztes Pferd im Dreijährigenlot ist der Samum-Sohn Durban Thunder, der noch nicht lange im Stall ist und die ersten schärferen Proben im Training noch vor sich hat. „Ein starker Hengst“, heißt es über den Bruder des Ausgleich I-Pferdes Don Carinio.

Als erster Zweijähriger stellt sich Gargantus vor, der ein leichterer Typ ist als sein Bruder Gofannon, der auch in Warendorf stand. Er könnte auch frühreifer sein als dieser, hat sich in der letzten Zeit gut entwickelt und auch aufgepackt. „Ich bin mit ihm zufrieden, ob er aber zweijährig schon läuft, muss man mal sehen“, sagt Torsten Mundry. Als Halbschwester von Addicted sieht man sich Artica natürlich auch etwas genauer an. Die Pentire-Tochter ist etwas kräftiger als ihre Schwester, besitzt eine starke Schulter und eine starke Hinterhand. „Sie macht ihr Pensum bestens, ist auch belastbar. Ich denke, dass sie zweijährig schon laufen kann, sie hat auch die ein oder andere bessere Nennung“, verrät ihr Betreuer.

Eine Linie des Aga Khan vertritt Khalif, der ein rechter Bruder des 2002 im Grand Prix de Paris erfolgreichen Khalkevi ist. „Ein tolles Pferd, das schon eine Hoffnung auf etwas Besseres ist. Ob er zweijährig läuft, weiß ich nicht, aber im nächsten Jahr wird er sicher ein ganz interessantes Pferd. Er benötigt Zeit, ist auch ein richtiger Flegel“, heißt es über den starken Hengst. „Ich mag ihn“, dieses Kompliment bekommt von seinem Trainer Mountain Hill, der, wie der Name verrät, von Tiger Hill stammt. „Er macht alles sehr gut, ist toll entwickelt, besitzt eine starke Schulter und eine starke Hinterhand, ich bin gespannt, wo sein Weg hinführt“, ist Torsten Mundry bei dem Brümmerhofer zuversichtlich.

In Baden-Baden erworben wurde Nevis, deren Mutter eine Schwester der guten Nenuphar und National Academy ist, also die N-Linie der Zucht von Dr. Christoph Berglar vertritt. „Eine tolle Stute, nicht die größte ist, aber praktisch gemacht und gut bemuskelt“, charakterisiert der Coach, der davon ausgeht, dass Nevis zweijährig schon auf sich aufmerksam machen kann. Sie ist eine Kandidatin für die Auktionsrennen.

Die Mark of Esteem-Tochter Nikki Beach gefällt dem Trainer ebenfalls sehr gut. „Sie war zunächst sehr klein, kriegt aber jetzt Rundungen und gefällt mir von Tag zu Tag besser. Sie wird früh zur Hand sein und ich habe Mumm auf sie“, lobt Torsten Mundry die junge Stute, die eine Nennung für den Preis der Winterkönigin bekam. Das erste Dai Jin-Produkt in diesem Warendorfer Stall ist Isantha, die ein praktisches Modell verkörpert. „Sie kam spät, hat aber schnell aufgeholt. Ich mag sie wirklich. Sie hat schöne Bewegungen, ist etwas in die Länge gegangen, ich denke, dass sie zweijährig schon laufen wird“, ist der Trainer bei ihr durchaus optimistisch. Eine der wenigen Intendant-Nachkommen ist Star Sapphire, die von ihrem Betreuer positiv bewertet wird. „Sie macht alles gut mit, hat sich über Winter auch gut entwickelt.

Sie ist wirklich nicht verkehrt, hat einen guten Charakter, ich bin gespannt, wo ihr Weg hinführt, und ich denke, wir werden sie auch zweijährig schon auf der Bahn sehen. Eine Winterkönigin-Nennung hat sie auch“, erklärt Torsten Mundry.

Das Aufgebot der Ittlinger Youngster besteht hauptsächlich aus Stuten. Von diesen wird Kaya Belle, eine Lando-Tochter, als tolles Pferd beschrieben, das schon sehr nett galoppiert. Sie scheint aber, wie die meisten Nachkommen ihres Erzeugers, nicht unbedingt eine Zweijährige zu sein und der Trainer lässt auch noch offen, ob sie in diesem Jahr schon an den Start kommen wird. Nicht zu den frühen Semestern zählt auch die von Derbysieger Next Desert stammende Laudera, eine schöne Stute, die ihre Arbeit bislang gut erledigt. Den frühesten Eindruck von den Ittlinger Youngstern macht Madonna, ein kräftiges, abgedrehtes Modell mit gutem Charakter und einer starken Schulter.

„Sie galoppiert schon sehr reif, wird wohl schon zweijährig dabei sein“, äußert sich ihr Betreuer. Zu Filius Septimus, der bereits Wallach ist, kann man noch nicht viel sagen, da er gerade erst in den Stall gekommen ist. Er ist immerhin ein Halbbruder des guten Sprinters Fulminant.

Der Goofalik-Sohn Prince Diamond ist ein Halbbruder keines Geringeren als Prince Flori. Der als kess beschriebene Goofalik-Sohn hat sich enorm entwickelt und über Winter nochmal einen richtigen Schub bekommen. Man hat eine gute Meinung von ihm und glaubt, dass er zweijährig schon laufen wird. Sehr gute Kritiken bekommt auch der einzige Ravensberger Zweijährige Cervus. Er erinnert Torsten Mundry und Peter Rau enorm an seinen Opa Lavirco. „Mit ihm bin ich sehr zufrieden, er macht seine Hausaufgaben immer bestens, er bekommt zweijährig vielleicht schon einen Start zum Lernen“, erklärt Torsten Mundry.

In Baden-Baden gekauft wurde der Sabiango-Sohn Limes, ein starker Hengst, der viel von seinem Vater und seinem Opa hat. „Wenn er ähnlich gut wird wie diese, wäre ich schon zufrieden“, flachst Torsten Mundry, der an dem Hengst noch keine negativen Points entdeckt hat und ihm gute Bewegungen attestiert. Der Trainer glaubt auch, dass Limes in diesem Jahr schon die Rennbahn sehen könnte. Ein Schimmel wie sein rechter Bruder Asterio, der auch in diesem Stall stand, ist der Röttgener Anastas, der als kräftiger als sein Bruder beschrieben wird.

„Er hat einen tollen Charakter, ich habe noch keinen Fehler an ihm entdeckt. Er arbeitet sehr gut mit und ist einer meiner Favoriten“, heißt es über den Hengst. Die Stute Darowina war sehr leicht, als sie kam, mit dem Training hat sie aber ausgelegt und man kann ihr beim Wachsen fast zusehen. „Sie gibt zu Hoffnungen Anlass und sollte ihre Geschwister übertreffen können“, glaubt der Trainer. Einen sehr guten Eindruck macht der Sternkönig-Sohn Debussy. „Er hat sich enorm entwickelt, besitzt eine schöne Aktion, ist auch sehr kräftig. Ich mag ihn, er ist wirklich ein Als Jockey gehörte Torsten Mundry lange Jahre zur schmalen Spitze der hiesigen Sattelkünstler. Schon während seiner Zeit als Reiter war es ein offenes Geheimnis, dass er irgendwann einmal in die Fußstapfen seines langjährigen Chefs Peter Rau treten würde. In einer Zeit, in der sich das Jockey-Karussell immer schneller dreht, war die Verbindung Rau/Mundry schon etwas Besonderes, denn abgesehen von einer kurzen Unterbrechung, als Torsten Mundry für ein Jahr seine Zelte in Hong Kong aufschlug, arbeitete dieses Gespann rekordverdächtige 15 Jahre zusammen.

Und das mit außerordentlichem Erfolg. Lavirco, Egerton, Donaldson, Anna Monda, Laveron, Wurfscheibe oder Abbadjinn sind nur einige von zahlreichen Gruppesiegern, für die dieses Duo verantwortlich war. Dennoch kam die Nachricht von der Übernahme des Trainerpostens in der von Brümmerhof-Besitzer Gregor Baum betriebenen Trainingsanlage Ende letzten Jahre etwas überraschend.

Die Umstände ergaben es aber, dass dieser Schritt bereits jetzt vollzogen wurde, und Torsten Mundry wird sicher auch froh sein, den Kampf gegen das Gewicht, der in den letzten Jahren immer härter wurde, nicht mehr austragen zu müssen. „Ich hätte zwar gerne nach meiner Jockey-Karriere eine kurze Pause gehabt, um erst einmal abzuschalten, bis ich als Trainer anfange, aber so, wie es jetzt gekommen ist, ist es auch in Ordnung. Ich bin sehr froh und unheimlich dankbar, dass ich diese Chance erhalte.

Es ist sicher nicht üblich, dass jemand in Zeiten der Finanzkrise und in einer Zeit, in der es dem Galopprennsport in Deutschland ja auch nicht gerade gut geht, jemand in eine Anlage investiert, so wie es Herr Baum tut“, sagt Torsten Mundry, der bei seinem Start als Trainer wirklich optimale Bedingungen vorfindet. „Die Gras- und Sandbahn können individuell bewässert werden“, so eine Anlage würde sich manche Rennbahn wünschen.

„Zudem besitzt die Trainingsbahn eine Steigung, was sehr günstig ist. Ich halte viel von dem Bergauftraining, denn man erreicht mit langsamerer Geschwindigkeit das gleiche Ergebnis wie auf einer flachen Bahn bei höherem Tempo. In Chantilly und Newmarket, wo die besten Pferde der Welt trainiert werden, wird das auch praktiziert“, sagt Mundry, für den Peter Rau, der auch den Gang durch den Stall bei der Stallparade mitmachte, weiterhin ein Wegbegleiter sein wird. „Ich bin doch kein Pensionär, bin jeden Tag auch hier und sehe mir alles an“, sagt Rau, doch hat Torsten Mundry durchaus seine eigenen Ideen, die er in das Training einbringt.

„Ich bin dennoch froh, dass Herr Rau noch da ist. Seine Meinung ist immer hilfreich und er kann mir mit seiner großen Erfahrung bei der einen oder anderen Sache immer wieder mal helfen“, sagt Torsten Mundry, der aber auch bereits die Eigenheiten seines neuen Berufs kennengelernt hat. „Früher als Jockey hat man nach dem Training seinen Sattel aufgehängt, ist nach Hause gefahren und hatte seine Ruhe. Als Trainer hat man fast einen 24-Stunden-Tag, muss sich um so vieles Organisatorisches kümmern, muss mit Besitzern, Tierärzten, Rennvereinen und und und telefonieren.

Und man hat Verantwortung für die Pferde, die ja einen unheimlichen Wert besitzen. Da schläft man natürlich nicht mehr ganz so ruhig wie früher“, sagt Mundry, dem die neue Aufgabe dennoch viel Spaß macht. „Ich habe aber auch das Glück, hier mit einem Superteam zu arbeiten, das vor allem auch bestens eingespielt ist“, sagt Mundry.

Als Jockeys am Stall bekommen Andre Best und Norman Richter alle Chancen, mit Manuela Murke, Annika Rosenbaum und Roman Mackowiak hat man weitere Reiter am Stall, die die Pferde im Training bestens auf das Rennen vorbereiten. Von den drei Auszubildenden hat Rebekka Schumacher im Rennen bereits Erfahrungen sammeln können und auch bereits die ersten Meriten erworben. Das hat Lisa-Marie Sturm noch vor sich, sie steht vor ihren ersten Einsätzen. Dritte Auszubildende in dem Warendorfer Quartier ist Ann-Kathrin Trantel. Erwähnt werden müssen natürlich auch Futtermeister Ivan Bartolcic und Klaus Lamely, der schon lange Jahre hier am Stall ist.

Neu ist dagegen Herbert Engels, der für das Wohl der Pferde auf den reisen verabtwortlich ist. Und natürlich muss auch Claudia Best, die Lebensgefährtin des Neu-Trainers, erwähnt werden. „Sie ist für mich tagtäglich eine große Stütze, vor allem im organisatorischen Bereich“, sagt Mundry. Der Start in den neuen Job ist für Torsten Mundry nahezu optimal verlaufen, denn die ersten Siege sind längst eingefahren und um ein Haar hätte Ambassador gleich bei der ersten Gelegenheit auch für den ersten Gruppesieg gesorgt. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben und man kann sicher sein, dass Torsten Mundry auch auf diesem Level bald punkten wird.

Im Lot der älteren Pferde findet man mit dem Vierjährigen Le Numero einen Wallach, der erst vor kurzem sein Debüt gab, wobei in Frankfurt gleich ein zweiter Platz heraussprang. „Er hatte dreijährig einige Kinderkrankheiten und Wehwehchen, doch hat er sich nun schön gefangen. Das Debüt war gut, mit ihm zielen wir jetzt auf ein Kategorie-E-Rennen in Frankfurt“, erklärt der Trainer. Lange sieglos wird der Numerous-Sohn wohl kaum bleiben. Ebenfalls noch ohne Erfolg ist der gleichaltrige North Cross, der allerdings auch überhaupt noch nicht am Start war.

Der Hengst, der Liebling seiner Besitzerin, musste nach einer Fissur, die er als Zweijähriger erlitt, geschraubt werden. Die Schrauben sind mittlerweile wieder entfernt, der kleine, abgedrehte Kerl wird ein Pferd für Wege zwischen 1200 und 1400 Metern. Seine Mutter North America war unter Regie von Peter Rau zweifache Listensiegerin. Ein Neuzugang im Stall ist Simon Magus, der in der Vergangenheit sein Talent schon angedeutet hat. „Er ist noch nicht lange da und hat pausiert. Was ich bereits festgestellt habe ist, dass er einen starken Willen hat. Wir haben mit ihm keinen Druck und werden ihn in Ruhe aufbauen.

Das Ziel ist, ihn in der Listenklasse zu etablieren“, heißt es über den Golan-Sohn des Stalles Dipoli. Einen guten Einstand in die Saison gab in der vergangenen Woche der Pentire-Sohn Free Minded, als er im Silbernen Band der Ruhr auf den dritten Platz lief. Ohnehin kennt der Wallach nur gute Leistungen. „Er ist zwar etwas unscheinbar, hat aber ein ganz großes Kämpferherz. Ich glaube, dass der Weg in Mülheim nicht einmal optimal für ihn war, aber irgendwo mussten wir ja anfangen. 2400 Meter sehe ich als seine optimale Distanz. Wir werden mit ihm bestimmt auch mal nach Frankreich gehen“, erklärt Torsten Mundry über den Vierjährigen, der bei all seinen neun Starts im Geld landete.

Nicht die Erwartungen erfüllt hat im Vorjahr Let‘s Rock, von dem man sich nach den guten Zweijährigenformen mehr versprochen hatte. Seine beste Leistung zeigte er als Dritter mit hohem Gewicht in einem Badener Ausgleich II. Am vergangenen Sonntag kam er in einem Altersgewichtsrennen auf den zweiten Platz, in ähnlichen Aufgaben sollte bald wieder ein Treffer fällig sein. Shivaji hatte zweijährig eine Riesenform gezeigt, als er nur eine Nase hinter dem späteren Derbysieger Kamsin landete. Er musste dreijährig länger aussetzen, wurde auch kastriert.

Bei seinem Neuanfang in Hoppegarten kam er auf den zweiten Platz. Leider setzt er im Rennen nicht das um, was er im Training zeigt. „Ich hoffe, dass bei ihm der Knoten noch platzt“, sagt sein Betreuer. Ein weiterer ungeprüfter Vierjähriger im Stall ist der Lando-Sohn Andretti. Der Hengst hat eine Super-Abstammung, denn er ist ein Halbbruder der Diana-Siegerin Almerita. „Er stand lange in der Entwicklung, ist auch ein sehr großes Pferd. Er sollte eigentlich schon sein Debüt geben, doch bekam er kurz zuvor eine Hufprellung, weshalb wir das verschieben mussten. Er besitzt einen tollen Charakter, wenn er hält, kann er sicher Freude machen“, gibt Torsten Mundry Auskunft über den Hengst.

Nachdem es dreijährig noch keinen Erfolg zu feiern gab, trug sich der Stallgefährte Hilfiger in dieser Saison bereits zweimal in die Siegerliste ein. Ohnehin dürfte Torsten Mundry seinen Namen nie vergessen, denn er sorgte mit seinem Düsseldorfer Treffer für den ersten Trainersieg des Ex-Jockeys. Der Steher ist ein großes Pferd, dem sein Trainer noch weitere Steigerung zutraut. Der Boden sollte für ihn aber wohl nicht zu weich sein, denn auf diesem Untergrund enttäuschte er im Vorjahr in Köln einmal stark. Das Lot der Ittlinger Vierjährigen beschließt Mermaidia, eine High Chaparall-Tochter, die vom Trainer nur positive Kritiken bekommt.

„Sie hatte einige Kinderkrankheiten, musste auch operiert werden, hat sich nun aber schön gefunden. Sie ist eine selbstbewusste, ausgeglichene, große Stute mit schönen Bewegungen“, so Mundry, für den die Dunkelbraune bereits in Halle einen Punkt erzielen konnte, der nicht ihr letzter gewesen sein muss.

Ein Muster an Beständigkeit ist der im Besitz des Stalles Kokenhof von Hannover-96-Präsident Martin Kind stehende Alter König. „Er läuft immer treu nach vorne“, sagt der Trainer, was auch die Formen belegen, denn bei neun Starts landete er im Vorjahr achtmal im Geld. Auch in dieser Saison war Alter König bereits wieder Zweiter, sein Trainer sagt ihm auch Sprungtalent nach, doch soll er vorerst noch auf der Flachen weitermachen. Dela­croix kam aus einem anderen Quartier nach Warendorf, für seinen neuen Coach debütierte er als Dritter auf der Dortmunder Sandbahn. „Er hatte sich weh getan, ist nun aber wieder soweit. Ganz feste Bahn behagt ihm nicht, weshalb er bevorzugt auf weichem Geläuf starten soll. Distanzen zwischen 1600 und 1800 Metern werden für ihn passend sein“, erklärt Torsten Mundry.

Es fehlte nur ein Kopf, dann wäre Ambassador gleich als erster Starter auf Gruppe-Parkett für Torsten Mundry auch dessen erster Sieger auf diesem Level gewesen. Doch nach einem Glanzfinish von Andrasch Starke entriss Ostland dem Acatenango-Sohn quasi auf der Linie noch den Sieg. „Er sieht aus wie ein Rennpferd, die Form aus dem Grand Prix-Aufgalopp war natürlich super. Im Gerling-Preis zeigte sich aber wohl, dasss das Rennen für die Erstplatzierten beim Saisondebüt doch ziemlich hart war und sie etwas mitgenommen hat. Er ist aber trotzdem nicht schlecht gelaufen. Wir werden natürlich in den einschlägigen Steherrennen mit ihm weitermachen“, heißt es zu dem Hengst, dessen in New York lebender Besitzer ein Faible für die deutsche Zucht hat.

Für die selben Farben startet mit Konqueror ein Pferd, das man im Vorjahr aus kleinsten Anfängen durch die Handicaps bis zu einer Marke von über 80 Kilo gebracht hat. Und auch das Saisondebüt des Lomitas-Sohnes war stark. „Auf den dritten Platz in dem Kölner Listenrennen hinter Liang Kay und Abbashiva bin ich richtig stolz. Er kam auch top aus dem Rennen. Wenn er in Köln Vierter geworden wäre, hätte ich für ihn ein schönes Rennen in Baden-Baden gehabt, jetzt müssen wir ein anderes Rennen anvisieren. Er könnte Ende Mai in Frankreich laufen oder im Ausgleich I in Krefeld, aber dort müsste er sehr viel Gewicht tragen“, sagt der Trainer, der sich vorstellen kann, dass Konqueror in der zweiten Jahreshälfte auch in Grupperennen an den Start kommen wird.

Als ganz spätes Pferd gilt der große Ravensberger Waldsee, der sich bei seinem Saisondebüt in Hannover erstmals als Wallach vorstellte und dabei als Dritter auch ordentlich lief. „Er wird sicher noch etwas nachholen, wie die meisten Pferde aus seiner Linie hat er viel Zeit gebraucht. Er ist ein Steher, der aus dem Vordertreffen geritten werden muss“, erklärt Torsten Mundry. Noch nicht lange in diesem Warendorfer Top-Quartier befindet sich der Röttgener Aspectus, der bei seinem letzten Trainer Andre Fabre die Erwartungen nicht erfüllen konnte.

„Ich bin sehr stolz, dieses Pferd trainieren zu dürfen“, sagt sein Betreuer, der den Fuchs, der nahezu phantastisch aussieht, in Krefeld in einer gut ausgesuchten Aufgabe gleich siegfertig vorstellte. „Er hat das Rennen super verkraftet, ich glaube, dass 1600 Meter am besten für ihn sind, da er in der Arbeit relativ eifrig ist. Als maximale Distanz sehe ich für ihn 1800 an. Er wird jetzt in die Badener Meile gehen, ich hoffe, dass wir ihn wieder an seine alte Klasse heranführen werden“, freut sich Torsten Mundry regelrecht auf die kommenden Aufgaben des Hengstes.

Zu den Gegnern von Aspectus wird in der Badener Meile auch Abbashiva gehören, der in der Großen Hessen-Meile in Frankfurt zum Gruppesieger avancierte und es so seinem Bruder Abbadjinn nachmachte. Beim Saisondebüt in Köln scheiterte er nur an einem gewissen Liang Kay, war seinerseits aber klar vor dem Rest. „Er ist stark gelaufen, sieht auch wirklich sehr gut aus. Er ist ein richtiges Speedpferd. Mit ihm werden wir auch das ein oder andere Rennen im Ausland anvisieren“, so Torsten Mundry.

Den Reigen der älteren Pferde beschließt mit dem bereits erwähnten Abbadjinn einer der absoluten Stars des Stalles. Daran hat auch seine Niederlage in Bremen nichts geändert. „Das Rennen kam vielleicht etwas zu früh für ihn. Daran sollte man ihn nicht messen. Seine besten Rennen läuft er ohnehin auf der Geraden Bahn, deshalb mag er auch Iffezheim so gerne“, erklärt Mundry, der den Wallach nun im Benazet-Rennen in Baden-Baden aufbieten wird, in dem der Big Shuffle-Sohn Titelverteidiger ist. Weich sollte der Boden am besten für den Fünfjährigen sein, er wird auch sicher das ein oder andere Rennen im Ausland bestreiten, man wird Deutschlands Vorzeigesprinter gezielt einsetzen.

Den Auftakt im Dreijährigen-Jahrgang macht die Stute Navicella, eine Noverre-Tochter, die noch nicht gelaufen ist und wohl vorerst auch noch nicht laufen wird. „Sie ist spät ins Training gekommen, ist eine sehr große, sehr schwere Stute, die bislang noch nicht aufgefallen ist“, beschreibt der Trainer die Stute. Ein ganz anderer Fall ist natürlich die Brümmerhoferin Addicted, die in Hannover gleich bei ihrem Saisondebüt gewinnen konnte. Dabei imponierte, wie sie auf den letzten Metern anpackte und noch den Sieg sicherstellte. „Sie hat sich noch recht dumm angestellt, aber so, wie sie beschleunigte, können das nur gute Pferde.

Sie hat sich auch gut von dem Rennen erholt und noch einmal einen richtigen Sprung gemacht, sie wird jetzt in das Schwarzgold-Rennen gehen“, heißt es zu der mit einer ganz auffälligen Gesichtszeichnung geprägten Schimmelstute, die natürlich auch eine Nennung für die 1.000 Guineas besitzt. Als eine Tochter der Klassestute Alte Zeit, die auch in der Zucht so manches überdurchschnittliche Pferd gebracht hat, ist Altstadt natürlich interessant.

„Sie stand sehr stark in der Entwicklung, braucht immer noch viel Zeit. Wenn, dann wird man sie wohl erst in der zweiten Jahreshälfte auf der Bahn sehen“, gibt ihr Betreuer Auskunft über die Alkalde-Tochter. Be My Baby, eine Big Shuffle-Tochter, hatte bereits gut gearbeitet, muss derzeit aber eine kleine Verletzung auskurieren. Der Trainer, der ihr einen tollen Charakter bescheinigt und durchaus etwas von ihr hält, sieht sie als Pferd für Distanzen zwischen 1400 und 1600 Metern. Als leichtes und auch sehr leichtfüßiges Modell wird die Hawk Wing-Tochter Dalawala beschrieben, die die ersten Einsätze noch vor sich hat.

„Sie wird ihren Weg machen“, ist Torsten Mundry überzeugt. Let‘s Swing hat vor wenigen Wochen in Köln ihr Debüt gegeben, bei dem sie auf dem fünften Platz landete. „Das Laufen kann man streichen, denn das Rennen wurde sehr langsam gelaufen. Sie war zunächst etwas diffizil, ich hoffe, dass sie vom Kopf her das umsetzen kann, was sie kann, denn Galoppiervermögen hat sie“, sagt ihr Trainer. Das Brümmerhofer Dreijährigenlot komplettiert Trojana, deren Mutter Tawinja bereits von Peter Rau trainiert wurde. Die Ransom O‘War-Tochter ist eine kräftige Stute mit schöner Schulter und kräftiger Hinterhand. Zudem gilt sie als absolut unkompliziert.

„Ich denke, sie wird ihren Weg machen“, so Torsten Mundry. „Die Stuten aus der Linie waren auch besser als die Hengste“, ergänzt Peter Rau.

Die noch nicht gelaufene Moonlight Symphony, deren Großmutter eine Schwester von Monsun ist, hatte lange Probleme mit dem Haarwechsel, steht nun aber vor ihrem ersten Auftritt. Sie galoppiert bereits sehr leichtfüßig und wird gleich über Steherdistanzen anfangen. „Ich bin wirklich gespannt, wo sie landen wird“, sagt der Trainer über die Pentire-Tochter, die noch eine Diana-Nennung besitzt. Mit Platz drei debütierte der Acambaro-Sohn Snooker in Hoppegarten anständig.

„Er ist ein wirklich schöner Hengst, der sein erstes Rennen gut weggesteckt hat. Ich denke, dass er seinen Besitzern viel Spaß bereiten wird, er wird sich auf der Handicaproute hochdienen“, ist sein Betreuer überzeugt. Am vergangenen Sonntag gab der Montjeu-Sohn Le Mont Soleil sein Debüt in Frankfurt, bei dem er auf dem sechsten Platz landete. Allerdings hatte der Hengst, der noch eine Derby-Nennung besitzt, dort in der Startphase Pech, als er nach außen abgedrängt wurde.

„Er war zwar etwas hitzköpfig, ist aber ein nettes Pferd. Ich habe ihn zunächst für einen Meiler gehalten, aber gezogen ist er wie ein Steher“, sagt der Trainer über den Braunen, der seinen Einstand demnächst sicher steigern wird. Von Tiger Hill stammt Intigra, die noch nicht gelaufen ist. „Sie galoppiert aber schon sehr stark, sie hat viel dazugelernt, ich halte sie für eine bessere Stute, auch wenn sie noch keine besseren Nennungen hat. Sie wird sicher nicht lange sieglos bleiben, ich sehe sie als Pferd für Wege zwischen 1400 und 1600 Metern.“

Vor der Box von Lucarelli wird Torsten Mundry regelrecht wehmütig. „Das wäre mein Derby-Pferd gewesen“, sagt der Trainer und erklärt: „Er hat zweijährig schon sein großes Potenzial angedeutet, sollte auch laufen, bekam aber Schienbeine. Leider wurde bei ihm eine Operation notwendig, weshalb es mit dem Derby nichts wird.“ „Er hat einen tollen Charakter“, heißt es zu dem High Chaparall-Sohn, der hervorragend aussieht und den man sich für die zweite Jahreshälfte vormerken sollte. Die ungeprüfte Noima ist eine Tochter der Nostrana, die unter Regie von Peter Rau mehrfach auf Listenebene platziert war.

„Ich kann noch gar nicht soviel zu ihr sagen, denn sie ist bislang sehr unauffällig“, sagt Torsten Mundry. „So war ihre Mutter auch, aber sie wurde ein richtig gutes Pferd“, ergänzt Peter Rau. Man ist also gespannt, wo der Weg der Paolini-Tochter hinführt. Royal Kiss stand lange in der Entwicklung, er musste sich erst noch festigen und steht nun vor seinen ersten ernsteren Aufgaben im Training. „Ein kräftiger Hengst, von dem ich mir aber noch kein genaues Bild machen kann, für ihn beginnt nun der Ernst des Lebens“, sagt der Coach. Ihren ersten Start im Rennen bereits hinter sich hat seit dem Maifeiertag So Pretty, wobei die Stute als Dritte sogar besser abschnitt, als es der Trainer erwartet hatte.

„Sie ist ein praktisches Modell mit einer schönen Aktion, ein Pferd, das sich von Start zu Start steigern wird, auf Dauer eine anständige Stute“, ist Torsten Mundry überzeugt. Die Farben von Peter Raus Gattin Elisabeth vertritt mit Eusebijo ein Bruder des Listensiegers Emporio. Der Red Ransom-Sohn ist bereits Wallach, er hatte auch einige Kinderkrankheiten zu überstehen. Zunächst recht klein, ist er inzwischen richtig gewachsen und fängt an, nett zu galoppieren. Natürlich wird man Eusebijo die nötige Zeit lassen. Er wird auf Distanzen ab 1800 Metern beginnen. Dass sie ein überdurchschnittliches Pferd ist, hat die Ravensbergerin Wildfährte mit ihrem dritten Platz im Preis der Winterkönigin bereits angedeutet.

Beim Saisondebüt musste sie zwar in Köln eine etwas überraschende Niederlage hinnehmen, doch agierte ihr Reiter damals sicher nicht ganz glücklich. „Es hat sich dort aber auch bestätigt, was ich ohnehin schon vermutet habe, nämlich, dass sie keine Meilerin ist. Sie ist vielleicht auch nicht die ganz große Steherin, aber wohl von 1800 bis 2000 Metern am besten aufgehoben. Das Diana-Trial in Hoppegarten wird deshab ihr erstes großes Ziel sein, vorher wird sie noch einen Start bekommen.

Sie hat einen Super-Charakter, macht alles mit. Ich habe bei ihr noch keine negativen Points feststellen können“, ist der Trainer von der Mark of Esteem-Tochter begeistert. Mit Waldlord stellt sich ein Bruder des mehrfachen Gruppesiegers Wiesenpfad vor. Er wird aber als Polish Precedent-Sohn über mehr Stehvermögen verfügen als dieser. „Er stand stark in der Entwicklung, kommt nun aber besser in die Gänge. 2400 Meter sind für ihn sicher kein Problem“, heißt es über den nahen Verwandten von Waldvogel, der am Sonntag in Hannover debütieren soll und auch noch eine Derbynennung besitzt sowie in den Auktionsrennen über den Weg genannt ist.

Als ausgesprochen harte Stute, die einiges wegstecken kann, wird die Röttgenerin Depeche beschrieben, die bei sämtlichen Starts im Geld war. „Die hat noch nie einen Tierarzt gesehen“, heißt es über die Pentire-Tochter, die auf Distanzen von 1400 bis 1600 Metern zuhause und zudem auf dem Markt ist. Ein sehr großes, starkes Pferd ist Eliot, von dem man im letzten Jahr schon Meinung hatte. Das Debüt in Krefeld war nach kaum optimalem Start auch gut, denn im Stadtwald dürfte der Tiger Hill-Sohn auf starke Gegner getroffen sein.

„Er hat das Rennen gut weggesteckt, Union-Rennen und Derby stehen noch auf dem Programm, der nächste Start wird zeigen, ob er dafür gut genug ist. Er könnte auch ein Leger-Pferd werden“, fasst es Torsten Mundry zusammen. Ephigenie ist als rechte Schwester des in diesem Quartier so erfolgreichen Egerton natürlich genauer beäugt. Sie stand lange in der Entwicklung und hat alle Zeit bekommen, die sie brauchte. Sie galoppiert schon sehr schön und macht alles gut mit. „Sie wird vor einer guten Zukunft stehen, ist aber eher ein Pferd für die zweite Saisonhälfte“, sagt ihr Trainer über die Groom Dancer-Tochter, die natürllich später für die Zucht ausgesprochen interessant ist.

Letztes Pferd im Dreijährigenlot ist der Samum-Sohn Durban Thunder, der noch nicht lange im Stall ist und die ersten schärferen Proben im Training noch vor sich hat. „Ein starker Hengst“, heißt es über den Bruder des Ausgleich I-Pferdes Don Carinio.

Als erster Zweijähriger stellt sich Gargantus vor, der ein leichterer Typ ist als sein Bruder Gofannon, der auch in Warendorf stand. Er könnte auch frühreifer sein als dieser, hat sich in der letzten Zeit gut entwickelt und auch aufgepackt. „Ich bin mit ihm zufrieden, ob er aber zweijährig schon läuft, muss man mal sehen“, sagt Torsten Mundry. Als Halbschwester von Addicted sieht man sich Artica natürlich auch etwas genauer an. Die Pentire-Tochter ist etwas kräftiger als ihre Schwester, besitzt eine starke Schulter und eine starke Hinterhand. „Sie macht ihr Pensum bestens, ist auch belastbar. Ich denke, dass sie zweijährig schon laufen kann, sie hat auch die ein oder andere bessere Nennung“, verrät ihr Betreuer.

Eine Linie des Aga Khan vertritt Khalif, der ein rechter Bruder des 2002 im Grand Prix de Paris erfolgreichen Khalkevi ist. „Ein tolles Pferd, das schon eine Hoffnung auf etwas Besseres ist. Ob er zweijährig läuft, weiß ich nicht, aber im nächsten Jahr wird er sicher ein ganz interessantes Pferd. Er benötigt Zeit, ist auch ein richtiger Flegel“, heißt es über den starken Hengst. „Ich mag ihn“, dieses Kompliment bekommt von seinem Trainer Mountain Hill, der, wie der Name verrät, von Tiger Hill stammt. „Er macht alles sehr gut, ist toll entwickelt, besitzt eine starke Schulter und eine starke Hinterhand, ich bin gespannt, wo sein Weg hinführt“, ist Torsten Mundry bei dem Brümmerhofer zuversichtlich.

In Baden-Baden erworben wurde Nevis, deren Mutter eine Schwester der guten Nenuphar und National Academy ist, also die N-Linie der Zucht von Dr. Christoph Berglar vertritt. „Eine tolle Stute, nicht die größte ist, aber praktisch gemacht und gut bemuskelt“, charakterisiert der Coach, der davon ausgeht, dass Nevis zweijährig schon auf sich aufmerksam machen kann. Sie ist eine Kandidatin für die Auktionsrennen.

Die Mark of Esteem-Tochter Nikki Beach gefällt dem Trainer ebenfalls sehr gut. „Sie war zunächst sehr klein, kriegt aber jetzt Rundungen und gefällt mir von Tag zu Tag besser. Sie wird früh zur Hand sein und ich habe Mumm auf sie“, lobt Torsten Mundry die junge Stute, die eine Nennung für den Preis der Winterkönigin bekam. Das erste Dai Jin-Produkt in diesem Warendorfer Stall ist Isantha, die ein praktisches Modell verkörpert. „Sie kam spät, hat aber schnell aufgeholt. Ich mag sie wirklich. Sie hat schöne Bewegungen, ist etwas in die Länge gegangen, ich denke, dass sie zweijährig schon laufen wird“, ist der Trainer bei ihr durchaus optimistisch. Eine der wenigen Intendant-Nachkommen ist Star Sapphire, die von ihrem Betreuer positiv bewertet wird. „Sie macht alles gut mit, hat sich über Winter auch gut entwickelt.

Sie ist wirklich nicht verkehrt, hat einen guten Charakter, ich bin gespannt, wo ihr Weg hinführt, und ich denke, wir werden sie auch zweijährig schon auf der Bahn sehen. Eine Winterkönigin-Nennung hat sie auch“, erklärt Torsten Mundry.

Das Aufgebot der Ittlinger Youngster besteht hauptsächlich aus Stuten. Von diesen wird Kaya Belle, eine Lando-Tochter, als tolles Pferd beschrieben, das schon sehr nett galoppiert. Sie scheint aber, wie die meisten Nachkommen ihres Erzeugers, nicht unbedingt eine Zweijährige zu sein und der Trainer lässt auch noch offen, ob sie in diesem Jahr schon an den Start kommen wird. Nicht zu den frühen Semestern zählt auch die von Derbysieger Next Desert stammende Laudera, eine schöne Stute, die ihre Arbeit bislang gut erledigt. Den frühesten Eindruck von den Ittlinger Youngstern macht Madonna, ein kräftiges, abgedrehtes Modell mit gutem Charakter und einer starken Schulter.

„Sie galoppiert schon sehr reif, wird wohl schon zweijährig dabei sein“, äußert sich ihr Betreuer. Zu Filius Septimus, der bereits Wallach ist, kann man noch nicht viel sagen, da er gerade erst in den Stall gekommen ist. Er ist immerhin ein Halbbruder des guten Sprinters Fulminant.

Der Goofalik-Sohn Prince Diamond ist ein Halbbruder keines Geringeren als Prince Flori. Der als kess beschriebene Goofalik-Sohn hat sich enorm entwickelt und über Winter nochmal einen richtigen Schub bekommen. Man hat eine gute Meinung von ihm und glaubt, dass er zweijährig schon laufen wird. Sehr gute Kritiken bekommt auch der einzige Ravensberger Zweijährige Cervus. Er erinnert Torsten Mundry und Peter Rau enorm an seinen Opa Lavirco. „Mit ihm bin ich sehr zufrieden, er macht seine Hausaufgaben immer bestens, er bekommt zweijährig vielleicht schon einen Start zum Lernen“, erklärt Torsten Mundry.

In Baden-Baden gekauft wurde der Sabiango-Sohn Limes, ein starker Hengst, der viel von seinem Vater und seinem Opa hat. „Wenn er ähnlich gut wird wie diese, wäre ich schon zufrieden“, flachst Torsten Mundry, der an dem Hengst noch keine negativen Points entdeckt hat und ihm gute Bewegungen attestiert. Der Trainer glaubt auch, dass Limes in diesem Jahr schon die Rennbahn sehen könnte. Ein Schimmel wie sein rechter Bruder Asterio, der auch in diesem Stall stand, ist der Röttgener Anastas, der als kräftiger als sein Bruder beschrieben wird.

„Er hat einen tollen Charakter, ich habe noch keinen Fehler an ihm entdeckt. Er arbeitet sehr gut mit und ist einer meiner Favoriten“, heißt es über den Hengst. Die Stute Darowina war sehr leicht, als sie kam, mit dem Training hat sie aber ausgelegt und man kann ihr beim Wachsen fast zusehen. „Sie gibt zu Hoffnungen Anlass und sollte ihre Geschwister übertreffen können“, glaubt der Trainer. Einen sehr guten Eindruck macht der Sternkönig-Sohn Debussy. „Er hat sich enorm entwickelt, besitzt eine schöne Aktion, ist auch sehr kräftig. Ich mag ihn, er ist wirklich ein toller Typ und wird sicher einer der Hengste sein, die in diesem Jahr schon rauskommen“, sagt Torsten Mundry.

Das Röttgener Youngster-Quartett vervollständigt Enora, eine weitere Schwester von Egerton, die von Noverre stammt. „Sie ist ein ganz anderer Typ als ihre ältere Schwester Ephigenie, sie hatte Wachstumsprobleme, ist aber eine kräftige, starke Stute. Sie besitzt einen guten Charakter und ist eine Hoffnung“, so ihr Trainer. Mit Abbanandi beschließt ein Nachkomme der als Mutterstute toll eingeschlagenen Abba die Stallparade. „Er ist sehr interessiert bei der Sache und galoppiert sehr nett“, heißt es über den Abbadjinn-Bruder.

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