Superstute Enable macht’s nochmal – Waldgeist Vierter

Der Prix de l’Arc de Triomphe hielt genau das, was er versprach. Spannung bis zur Linie gab es in dem mit fünf Millionen Euro dotierten Gruppe I-Highlight über 2400 Meter. Und am Ende gab es genau das, was die meisten erwartet hatten. Die Titelverteidigung der Vorjahressiegerin Enable. Die von John Gosden für Khalid Abdullah trainierte Nathaniel-Tochter bekam von ihrem Jockey Frankie Dettori ein Traumennen serviert, aber trotzdem wurde es für die 20:10-Favoritin eine ganz knappe Angelegenheit und so leicht, wie 2017 kam sie nicht zum Zuge.

Nachdem Enable in dem von Nelson und Capri angeführten Feld hinter Defoe und Clincher unterwegs an fünfter Stelle auszumachen war, kam die Favoritin bereits als Dritte in die Zielgerade und an der 300 Meter-Marke ging sie an die Spitze und konnte sich gleich von den Gegnern lösen. Aus hinteren Regionen flog an der Außenseiter aber auch Sea of Class heran, und die Dreijährige machte Meter um Meter gut.

Doch Frankie Dettori hatte alles bestens getimed, der Italiener, der zum sechsten Mal das Pariser Monstre-Rennen gewann, wusste mal wieder genau, wo der Zielpfosten steht, denn auf der Linie hatte er einen Hals-Vorteil vor Sea of Class. Platz drei ging eine dreiviertel Länge zurück an Godolphins Vorjahreszweiten Cloth of Stars, mit dem gleichen Abstand hinter diesem folgte der Ammerländer Waldgeist, der von weit hinten noch viel Boden gutmachte als Vierter. Platz fünf ging an Capri, Sechster wurde Salouen.

Der Außenseiter Tiberian, bei dem der Deutsche Heiko Volz Mitbesitzer ist, landete auf dem zwölften Platz, Defoe der Zweite aus dem Großen Preis von Baden, auf dem Jockey Andrea Atzeni in der Anfangsphase eine ganz andere Spur als die anderen weit außen nahm, landete auf dem 15. Platz.

Enable, die für den 24. Stutensieg im wichtigsten Rennen der Welt sorgte, und das Rennen in einer Zeit von 2:24,29 Minuten gewann, ist das achte Pferd, das den Arc zweimal gewinnen konnte, und das siebte, das seinen Titel verteidigen konnte. Dass ein Arc-Sieger vor dem „Arc“ nur ein einziges Rennen in der Saison bestritt, hatte es bislang noch nie gegeben.

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