Schnelle Pferde und flotte Trachten in Riem

Das ist einmalig in München! Bevor das weltberühmte Oktoberfest in der bayerischen Landeshauptstadt beginnt, kann man auf der Rennbahn in Riem schon ein wenig Wies’n-Atmosphäre schnuppern.

Gemeinsam mit dem Münchener Bekleidungsgeschäft „Trachten Angermaier“ organisiert der Rennverein einen Renntag ab 13.30 Uhr mit sieben Rennen rund um Lederhosen und Dirndln. „Wir erwarten 90 Prozent unserer Besucher in Tracht“, glaubt Michael Belg vom Sekretariat. Diese erhalten dann 50 Prozent Ermäßigung auf den Eintritt, wobei es bereits um 11 Uhr einen Frühschoppen mit bayerischer Blasmusik gibt. Die legendäre Modenschau ist dann für die Zeit zwischen 13.30 und 15.30 Uhr geplant.

Natürlich stehen aber die Pferde am Sonntag im Mittelpunkt. Und da dürfte, falls nichts Entscheidendes passiert, Trainer Werner Glanz wohl den Sieger im ersten Rennen stellen. Die Frage ist nur: Mit All Access oder mit Tsaritsa? Während der Wallach vor einer Woche in Dresden trotz großem Speed nicht mehr hinkam, musste die Stute beim Frühjahrs-Meeting einen äußerst unglücklichen Rennverlauf verkraften. Im Harzburger Ausgleich II war es sicherlich deutlich schwieriger als jetzt. Im fünften und entscheidenden Lauf zum Bayerischen Amateur-Championat gibt es im Gegensatz zu den bisherigen Entscheidungen mit dreizehn Startern ein wahres Mammutfeld. Erstmals nach ihrer Sperre ist die mit 18 Punkten klar führende Lena Mattes wieder im Einsatz, die mit Alta Monte für Trainer Gerald Geisler ein ähnliches Rennen hier mit sage und schreibe 21 (!) Längen gewann.

Drei Pferde aus dem Westen gegen ein Riemer Trio – das ist die Ausgangslage im zweiten Rennen der Zweijährigen der laufenden Saison in München. Manito und Cometic Star waren schon zur ersten Gelegenheit mit von der Partie und könnten mit mehr Routine jetzt  schon weiter kommen, zumal Cometic Start durch die Erlaubnis des Italieners Nicola Sechi erhebliche Gewichtsvorteile genießt, was sich gerade bei Zweijährigen bemerkbar machen kann. Prominentester Reiter am Sonntag in Riem ist sicherlich der dreimalige deutsche Jockey-Champion Andreas Suborics. Der Wiener Hong Kong-Rückkehrer reitet wieder an seiner alten Wirkungsstätte. In Deutschland erfreut sich „Subi“, wie ihn seine zahlreichen Fans nennen, großer Popularität. Und so wird der Heimkehrer am Sonntag und hoffentlich auch an den kommenden Riemer Renntagen in München wieder in den Sattel steigen. Mit Princess Alba sowie mit Stuck, die beide dem Riemer Vizepräsidenten Franz Prinz von Auersperg gehören, sollte er wohl die besten Chancen besitzen. Stuck wurde übrigens nach der Rennfahrer-Legende „Strietzl“ Stuck benannt.

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