
Am letzten Tag des traditionellen Erbacher Wiesenmarktes (in diesem Jahr vom 21. – 30. Juli) finden seit dem Jahre 1929 alljährlich Pferderennen in der hessischen Gemeinde statt. Für den Renntag in diesem Jahr wurden fünf Galopp,- drei Trab- und eine Reitpferdeprüfung ausgeschrieben. Die Rennbahn befindet sich direkt neben dem Festgelände und hat einen Umfang von ca. 980 Metern und eine Breite von 11 Metern.
Da die Erbacher Rennveranstaltung stets in den Hochsommer fällt und die Bahn nicht bewässert werden kann, finden die Rennen häufig auf festem Geläuf statt. Nachdem es lange Jahre keine größeren Probleme bei der Durchführung der Rennen gegeben hatte, war es zuletzt mehrfach zu Zwischenfällen mit rutschenden und reiterlosen Pferden gekommen.
Der Odenwälder Rennverein hat daher die dringende Empfehlung der Kommission aus dem Jahre 2015 aufgegriffen und eine Fachfirma mit einer intensiven Bearbeitung des Geläufs beauftragt. Mit dem Ergebnis war die Rennbahnprüfungskommission zufrieden. „Durch die durchgeführten Bodenbearbeitungsmaßnahmen sollte sich die Gefahr durch rutschende Pferde deutlich verringert haben“, heißt es im Fazit der Kommission, die am vergangenen Donnerstag eine Rennbahnbegehung durchgeführt hat.
Dennoch war das Nennungsergebnis für die Veranstaltung nahezu katastrophal. Für die fünf Galopprennen wurden insgesamt nur 14 Pferde genannt. Der Odenwälder Rennverein Erbach ruft Besitzer und Trainer deshalb auf, noch Pferde für die Veranstaltung zu nennen. Hierbei wird noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass keine Boxenmiete erhoben wird. Der Nennungsschluss für alle Rennen wurde auf Mittwoch den 26. Juli, den Tag der Vorstarterangabe, verlängert.
