Das war schon ein Klasse-Feld, welches in Düsseldorf am Sonntag zur siebten Tages-Prüfung zur 2100 Meter Startstelle aufcanterte. Sieben Diana-Kandidatinnen waren unter sich und wollten eine erste Duftmarke für das Stuten-Derby abgeben. Viel Vertrauen genoss Peter Schiergens Longina (Daniele Porcu), die zwar im Einlauf zur Stelle war, aber nicht entscheidend eingreifen konnte.
Schon früh beorderte Porcu seine Partnerin am Berg nach vorne, so dass am Ende wohl ein wenig die Kräfte bei der Monsun-Tochter schwanden. ‚Wir wollten von hinten gehen. Am Berg wurde sie etwas überhastet nach vorne gebracht‘, sagte Peter Schiergen nach dem Rennen.
Aus dem Vordertreffen ging dagegen die von Markus Klug trainierte Röttgenerin Debütantin Weltmacht (60:10) unter Andreas Helfenbein, die auf der Zielgeraden dann mächtig anzog und den Vorteil gegen eine Außen immer stärker werdende Brümmerhoferin Akua’na (Andreas Wöhler/Jozef Bojko) bis zum Pfosten verteidigte.
Auf dem dritten Platz kam die Schlenderhanerin Amalua (Jean-Pierre Carvalho/Adrie de Vries). Erst dahinter sah man die favorisierte Ittlingerin. Die Monsun-Tochter hatte aber kein glückliches Rennen und sollte klar unter Wert geschlagen worden sein. (Video ansehen)
Die Siegerin, eine Schwester zu Wild Silva und Wilddrossel, besitzt nicht nur eine Nennung für den 156. Henkel-Preis der Diana, sondern auch für das IDEE 145. Deutsche Derby. ‚Wir haben nicht damit gerechnet, dass sie hier schon gewinnen wird, da die Gegner schon sehr stark waren‘, so Markus Klug.
RaceBets kürzte den Kurs auf einen Diana-Sieg der Stute von 500:10, die es noch kurz vor dem Start am Sonntagnachmittag gab, auf 150:10. (Zum Langzeitmarkt) In Sachen Derby zeigte sich der offizielle Wettanbieter des deutschen Rennsports etwas skeptischer und schraubte die 750:10-Offerte für Horn lediglich auf 500:10 herunter. (Zum Langzeitmarkt)
Eröffnet wurde der sportlich hochkarätige Renntag ebenfalls mit den Dreiährigen. Auch dieses Rennen über 1400 Meter bot alles was das Herz beghert. In einem packenden Finish gewann hier der von Axel Kleinkorres für den Stall Phantom trainierte Genaro (79:10) unter Adrie de Vries, der sich Innen nach Zielfotoentscheid gegen die favorisierte Sugar Love (Peter Schiergen/Daniele Porcu) durchsetzte.
Dritter wurde Molly Macho (Mario Hofer/Andre Best), hinter dem die lange führende Tahmineh (Jens Hirschberger/Stephen Hellyn) den vierten Rang bekleidete.
Das wertvollste Handicap des Tages, ein Ausgleich II über 1400 Meter, ging in die Niederlande an Lucien van der Meulen. Der von ihm trainiete Lord Of Leitrim (38:10) gewann mit Cecilia Müller nach einem starken Angriff an der 200 Meter-Marke gegen den ebenfalls aus den Niederlanden angereisten Viscount Vert (Geert van Kempen/Stephen Hellyn) und Manisa (Ertürk Kurdu/Daniele Porcu). (Video ansehen)
Einen Heimsieg gab es dagegen im mittleren Handicap über 2200 Meter. Hier setzte sich die von Sascha Smrczek vorbereitete Cioccomia (36:10) unter Miguel Lopez gegen Ostpol (William Mongil/Stephen Hellyn) durch.
Seinen vierten Sieg in Serie (davon zwei auf Sand) feierte Ralphs Schaafs Tasci (30:10) im Ausgleich III über 1700 Meter. Unter Steffi Hofer verwies der Fünfjährige Praetor (Andrea Bertram/Jozef Bojko) und Dreamworks (Erika Mäder/Koen Clijmans) auf die Plätze.
Gut 7.000 Besucher sorgten beim zweiten Düsseldorfer Renntag der Saison für einen Umsatz von rund 192.000 Euro.









