Start Rennen Savoir Vivre geht in den Prix de l’Arc de Triomphe

Savoir Vivre geht in den Prix de l’Arc de Triomphe

0
Savoir Vivre geht in den Prix de l’Arc de Triomphe

Auch wenn der moderne Rennsport sich in den letzten Jahren deutlich Richtung Frühreife, Sprinter, Meiler und Mitteldistanzpferde orientiert hat und sogar der Prix du Jockey Club, das Französische Derby, vor elf Jahren von 2400 Meter auf 2100 Meter herabgestuft wurde, das wichtigste, prestigeträchtigste Galopprennen der Welt ist und bleibt der Prix de l’Arc de Triomphe über 2400 Meter (Zum Langzeitmarkt).

Wegen der Renovierungsarbeiten auf der Pariser Prachtbahn Longchamp, wird das Gruppe I-Rennen in diesem Jahr traditionsgemäß am ersten Oktobersonntag in Chantilly ausgetragen. Die ersten Trials wurden inzwischen gelaufen und brachten wenig Überraschendes zu Tage. Jean-Claude Rougets Almanzor haben wie seine Stallgefährtin, die ungeschlagene La Cressonniere in moderatem Stil ihre Trials gewonnen. Weitere Favoriten sind der Epsom Derby-Held Harzand des Aga Khan, der aber zuletzt in den Irish Champoin Stakes enttäuschend schwach lief und ein Pferd, das doch besonders heraussteht, Roger Varians Postponed.

„Das Leben genießen“! Ein deutsches Pferd, das mit seinem souveränen Triumph im Grand Prix de Deauville sich seine Startberechtigung für den „Arc“ verdient hat, ist Stall Ullmanns von Jean-Pierre Carvalho trainierter dreijähriger Adlerflug-Sohn Savoir Vivre. Als der Dreijährige am 26. April in überragender Manier beim Debüt seine Maidenschaft ablegte, war der „Arc“ sofort eine Option. Er bewies, dass das genussreiche Leben und das besonders schnelle Laufen sein Ding ist. Allerdings verliefen die nächsten zwei Starts doch sehr holprig. Im Deutschen Derby zeigte der Ullman-Hengst aber dann als knapp geschlagener Zweiter, wieviel Potential in ihm steckt. 

„Der Hengst ist hervorragend aus dem Grand Prix in Deauville gekommen, und er hat es sich jetzt auch offiziell verdient, gegen die besten im „Arc“ anzutreten. Er hat die Generalprobe hervorragend bestanden und das ganze Team steht hinter ihm. Er ist zu recht genannt und um gerade in solchen Rennen zu laufen, besitzt man Rennpferde. Er hat den Vorteil bodenunabhängig zu sein. Wir orientieren und freuen uns auf seinen Auftritt. Zunächst dachte ich, dass seine Unreife ein Handicap sein könnte. Aber nun bin ich mir sicher, dass besonders seine Unbekümmertheit, weil er so relaxt ist, sein großer Vorteil ist. Er ist ein ganz cooler Typ. Das Rennen ist recht ausgeglichen, die Favoriten haben sie erwähnt, einer fehlt in der Aufzählung aber noch. Highland Reel, denn der Kollege O’Brian hat immer gefährliche Munition in diesem  Rennen. Doch der ganz große Favorit ist Roger Varians Postponed“, sehr ausführlich, kompetent und mit unüberhörbaren Optimismus im Hinblick auf seinen Crack schilderte Jean-Pierre Carvalho seine Erwartungen an Savoir Vivre.