
Während seiner Winter-Kampagne in den arabischen Emiraten ist Adrie de Vries bislang zehn Mal als Sieger vom Geläuf zurückgekommen. Die Dubai-Rennbahn Meydan und Abu Dhabi hießen seine erfolgreichsten Stationen. Besonders seine Ausbeute am vergangenen Donnerstag war mit zwei Siegen, darunter ein Gruppe I-Treffer, und ein zweiter Platz in den UAE 1000 Guineas mit Good Place, brillant.
Am heutigen Carnival-Donnerstag kann er seine Emirate-Bilanz weiter aufbessern, denn wie bei seinen letzten Meydan Auftritten steigt er auch heute fünf Mal in den Sattel. Gegenüber GaloppOnline gab Adrie wie bereits vergangene Woche Auskunft über die Einschätzung seiner Engagements.
„Vorige Woche war wirklich klasse, vor allem im letzten Rennen mit Samurai Sword. Genauso muss man ihn reiten, dann gewinnt er noch mehr“,schwärmt Adrie immer noch über seinen Sieg im Meydan-Rausschmeißer mit Samurai Sword, der den aufmerksamen GaloppOnline-Usern 130 auf Sieg und 40 auf Platz beschert hatte, sofern sie auf den „Fliegenden Holländer“gehört hatten.
„Diesen Donnerstag ist es schwerer. Ich reite einmal für Godolphin, mit Sheikh Mohammeds Al Saham habe ich bei seinem letzten Start gewonnen, aber mit Aufgewicht hat er es diesmal nicht leicht. Wenn er Dritter wird, dann bin ich zufrieden. Excellent Result war Fünfter zu Al Saham, er sollte diesmal vor meinem Pferd sein und gewinnen können“, schätzt er seine Chancen nach dem fünften Rennen für die „Blauen“ erneut aufs Podest zu steigen realistisch ein, aber meint, dass die erste Godolphin-Farbe Siegchancen hat.
„Den besten Ritt des Tages habe ich im ersten Rennen. Cry Joy aus meinem Stall ist zwar kein Unverlierbarer, zumal die Aufgabe zwar mit wenig Pferden aber sehr stark besetzt ist, aber ich glaube mit dem kann ich gewinnen. Layl und Aslan sind meine Gegner“, teilt Adrie seinen Mumm des Tages mit und man hört schon raus, dass er sich fast sicher ist, dass er im „Opener“ den nächsten Wüstentreffer landet.
Im Gruppe III Al Shindagha Sprint über 1200 Meter sitzt er in der vierten Prüfung auf dem siebenjährigen Krypton Factor. „Er war ein sehr gutes Pferd, hat sogar mal vor drei Jahren während der World Cup Nacht das Golden Shaheen (Gr.I) gewonnen, aber er ist auch nicht jünger geworden, vielleicht kann er sich platzieren“, hofft der Holländer zumindest auf eine Black Type-Platzierung am Donnerstag.
In den UAE 2000 Guineas (Gr.III), in dem Mike de Kocks Mubtaahij Favorit werden sollte, hat er kein Engagement, doch im dritten Gruppe III-Event des Tages, den Firebreak Stakes über die Meile, die als vorletztes Rennen gelaufen werden, reitet er für seinen Trainer Ahmad bin Harmash den siebenjährigen Busker. „Schwer aber er kann Dritter oder Vierter werden“, bleibt Adrie immer seriös und alles Andere als überheblich auf Grund seines “Laufs“, wenn er seine Chancen einschätzt.
Von dem sechsjährigen Van Rooney hat er noch ein wenig Meinung, allerdings nicht dem Mumm, den er auf Cry Joy hat. „Er ist das letzte Mal besser gelaufen, als es sein elfter Platz vermuten lässt. Er tritt das erste Mal über 2000 Meter an, die Startnummer stört mich, aber er hat eine kleine Chance“, teilt er über den sechsjährigen Van Nistelrooy-Sohn, den er in der zweiten Tagesprüfung reitet, aus dem Quartier von Ali Jan mit.
Letzte Woche hatten wir geschrieben „Adrie hat es geahnt: GaloppOnline gelesen, dabei gewesen“. 130:10 wird es auf Joy Cry nicht geben, aber vielleicht kann man sein Geld am Donnerstag mit unserem Champion vervierfachen.
