
Das erste Grupperennen der deutschen Saison 2017, die XTIP Frühjahrsmeile, endete am Sonntag in Düsseldorf mit dem Sieg des von Sascha Smrczek trainierten Lokalmatadoren Wonnemond. Der vierjährige Areion-Sohn des Stalles Frohnbach bescherte nicht nur seinem Besitzer, sondern auch seinem Jockey Bayarsaikhan Ganbat den ersten Gruppesieg.
Der als 52:10-Favorit gestartete Bahnspezialist setzte sich sicher mit einer Länge Vorsprung gegen den 33:10-Co-Favoriten Degas durch, hinter dem Diplomat vor dem ebenfalls zur Quote von 33:10 ins Rennen gegangenen Millowitsch den dritten Platz belegte. Fünfter wurde De Treville vor Nordico und Palang.
Um das Tempo machte sich in dem mit 55.000 Euro dotierten Gruppe III-Rennen über 1600 Meter Andreas Suborics‘ Baroncello verdient, der von Millowitsch begleitet wurde, hinter dem man auf den weiteren Plätzen De Treville und Wonnemond sah, während Degas an drittletzter Stelle aus der Reserve geritten wurde.
Im Einlauf attackierte Millowitsch sofort Baroncello, aber an der Außenseite war auch Wonnemond zur Stelle, auch Degas griff in das Geschehen ein. Lange war alles möglich, am Ende war es schließlich Wonnemond, der das beste Ende hatte und Degas auf Platz verwies. Millowitsch wurde kurz vor der Linie von dem an der Innenseite noch stark endenden Diplomat passiert, der somit unter Höchstgewicht eine gute Form zeigte, und wie vor zwölf Monaten den dritten Platz in diesem Rennen belegte (Zum Video).
Die Freude beim Ehepaar Wilhelm, das hinter dem Besitzer von Wonnemond, dem Stall Frohnbach, steckt, war natürlich groß, doch nach dem Rennen galt es zunächst noch eine Überprüfung der Rennleitung zu überstehen, denn im Finish war es neben dem Wallach für Degas kurz etwas eng geworden. Doch die Stewards beließen es bei dem ursprünglichen Ergebnis.
„Das ist ein tolles Pferd“, erklärte Siegjockey Bayarsaikhan Ganbat bei der Siegerehrung. „Auch in meiner Heimat wird von meinen Siegen hier Notiz genommen“, so der Mongole im Interview bei Moderator Daniel Delius. „Die Kastration war sicher der Schlüssel für die großartige Entwicklung, die Wonnemond genommen hat. Natürlich ist er als Bahnspezialist ein Kandidat für die Grupperennen hier in Düsseldorf, aber ich bin bekanntlich ein reisefreudiger Trainer, und wir brauchen uns mit Wonnemond auch in Frankreich nicht zu verstecken“, so Sascha Smrczek.
Bei herrlichem Wetter wurden auf dem Grafenberg 8.650 Zuschauer gezählt. Der Umsatz belief sich auf 213.321,10 Euro, womit man beinahe genau das Vorjahresergebnis erzielen konnte.
