
A Star is born. Der Kleinste im Feld der Größte. Mit einer großartigen Speedleistung, von seinem Reiter Norman Richter im Einlauf in aller Seelenruhe in Position gebracht, siegte der von Hans-Jürgen Gröschel für den Stall Mulligan vorbereitete Iquitos im mit 70.000 Euro dotierten Großen Preis der Badischen Wirtschaft (Gr.II) über 2200 Meter gegen Waldemar Hickst‘ Articus und den klaren 18:10-Favoriten Ito, der lediglich als Dritter viereinviertel Längen hinter dem Sieger die Linie passierte und sorgte für die Sensation des Frühjahrs-Meetings. Der amtierende Galopper des Jahres, Stall Nizzas von Peter Schiergen vorbereitete Nightflower, wurde sogar nur Vorletzte der acht Teilnehmer.
Wie gewohnt übernahm Filip Minarik mit dem fünfjährigen Schlenderhaner Adlerflug-Sohn Ito aus dem Stall von Jean-Pierre Carvalho vom Fleck weg die Führung gefolgt von Dennis Schiergen mit der 33:10-Co-Favoritin Nightflower. In passabler Fahrt erreichte das Führungsduo die Gerade, während sich im Bogen Stephen Hellyn mit Articus und Norman Richter mit dem 122:10-Außenseiter Iquitos von ganz hinten auf die Verfolgung machten. In der Geraden gerieten sowohl Nightflower als auch Ito mächtig unter Druck, während der Park Wiedinger Devastar aus dem Stall von Markus Klug an dritter Position noch einen frischen Eindruck machte (Zum Video).
Aber als Articus und Iquitos auf der Bildfläche erschienen, war sofort, klar, dass die Entscheidung im zweiten Lauf zur German Racing Champions League nur zwischen diesen Beiden fallen würde, zudem es Articus für Devastar kurz etwas eng gemacht hatte.
Im Ziel hatte sich Iquitos, der im September vergangenen Jahres eine schwere Kolik so gerade überstanden hatte, leicht mit zwei Längen von Christoph Berglars Articus frei gemacht. Eine dreiviertel Länge hinter Ito wurde Devastar starker Vierter.
„Das ist einer meiner größten Glücksmomente im Rennsport. Ich hatte nicht gedacht, dass Iquitos schon soweit ist und Ito und Nightflower schlagen kann. Ich hatte gehofft, er wird hinter den beiden Dritter. Aber so ist es natürlich viel schöner“, so ein überglücklicher Hans-Jürgen Gröschel im Absattelring.
