
Mit einem hochdramatischen Finish endete am Pfingstmontag im Weidenpescher Park der erste Klassiker des Jahres, das 31. Mehl-Mülhens-Rennen, die German 2.000 Guineas. Kopf an Kopf stürmten der von Marco Botti für Sue Magnier und andere trainierte Gast Knife Edge, und Gestüt Röttgens Degas über die Ziellinie. Der englische Gast hatte unter Ryan Moore von Beginn an das Tempo bestimmt, und schien sicher nach Hause zu kommen, nach dem er die Angriffe von Noor Al Hawa und Millowitsch abgewehrt hatte (Zum Video).
Doch dann tauchte an der Außenseite Adrie de Vries mit Degas auf, der unterwegs die rote Laterne getragen hatte. Immer schneller wurde der Exceed and Excel-Sohn aus dem Stall von Markus Klug, doch für Knife Edge stand der Pfosten genau richtig. Eine Nase Vorteil hatte Ryan Moore dem zur Eventualquote von 26:10 angetretenen Zoffany-Sohn gesichert. Für den Weltklassejockey war es der erste Sieg in diesem Rennen, sein Trainer hatte diese Prüfung bekanntlich bereits 2011 mit Excelebration gewinnen können. Degas lief auch in der Niederlage ein ganz starkes Rennen, was man auch von Noor Al Hawa sagen kann, der vor Millowitsch sicher zum dritten Platz kam. Ohne Möglichkeiten auf den Sieg war die einzige Stute im Feld, Parvaneh, doch lief sie als Fünfte ein gutes Rennen.
„Es war gar nicht geplant, dass er vorne geht, aber wenn es zu langsam wäre, sollte er das machen. Als er in Front war, hielt er sein Pensum für erledigt, aber dann hat es ja zum Glück gereicht. Nun könnte er in den St. James’s Palace Stakes während Royal Ascot laufen“ (Zum Langzeitmarkt), so Trainer Marco Botti über den Sieger. Adrie de Vries haderte etwas mit dem Schicksal. „Einen Galoppsprung weiter hätte es wohl gereicht. Man hat aber gesehen, dass man ihn am besten aus der Reserve reitet“, so der Degas-Jockey. Zufrieden war auch Andreas Wöhler mit dem Drittplatzierten Noor Al Hawa, für den sich der Ravensberger Trainer etwas weicheren Boden gewünscht hätte.
