
Um eine mögliche Insolvenz des Mülheimer Galopprennvereins auszuschließen, soll der Trainingsbetrieb auf der Rennbahn am Raffelberg zum 31. Dezember 2017 eingestellt werden. Das haben die Mitglieder des Rennvereins bei einer außerordentlichen Versammlung mehrheitlich beschlossen (60 zu 22 Stimmen bei einer Enthaltung).
Sie folgten damit einem Antrag des Präsidiums unter dem Vorsitz von Hans-Martin Schlebusch. Grund: Der vom Rennverein bislang organisierte Trainingsbetrieb verursacht deutlich höhere Kosten als Einnahmen, vergrößert damit die finanzielle Schieflage des ohnehin nicht auf Rosen gebetteten Vereins.
Die rückläufige Zahl der in Mülheim im Training befindlichen Galopper (2008 noch etwa 200, 2017 nur noch ca. 120 Pferde) hat zu deutlichen Mindereinnahmen bei Boxenmiete sowie bei Nutzungsgebühren für die Inanspruchnahme der Gras- und der neu installierten Sandbahn geführt, während die von Trainern und Besitzern gestellten Anforderungen bezüglich der Bereitstellung der Trainingsanlagen ebenso gestiegen seien wie zahlreiche Nebenkosten.
Eine Hintertür bleibt allerdings noch offen. Sollte sich durch die Initiative einiger Besitzer und Trainer eine Gesellschaft finden oder gründen, die den Trainingsbetrieb am Raffelberg in Eigenregie durchführen und finanzieren möchte, ohne dass der Rennverein ein Risiko tragen muss, dann werde das Präsidium ein solches Angebot intensiv prüfen. Entsprechende Vorgespräche habe es bereits gegeben. Noch sei aber nichts spruchreif. „Sollte es gelingen, eine solche Lösung zu realisieren, wäre das ganz in unserem Sinne“, sagt Dirk von Mitzlaff: „Der Rennverein allerdings kann diese Aufgaben nicht mehr übernehmen.“
Ein ausführlicher Bericht und was die auf der Mülheimer Rennbahn Mülheim ansässigen Trainer oder Betreiber der Ställe zu diesem Beschluss sagen, lesen Sie in der am Freitag erscheinenden „Sport-Welt“.
