Start Rennen Andreas die deutsche Top-Chance im GP von St. Moritz

Andreas die deutsche Top-Chance im GP von St. Moritz

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Vor gut einem Jahr entführte der von Andreas Wöhler für den Rennstall Darboven trainierte Russian Tango die 74. Ausgabe des Moritz-Grand-Prix über die Alpen nach Deutschland. Und auch ein gutes Jahr später stehen die Chancen auf einen neuerlichen BRD-Erfolg im Nachbarland gar nicht schlecht, denn die hiesige Equipe ist mit einem Quartett in dem Rennen, das wieder unter dem Patronat des Schweizer Schmuckherstellers Gübelin steht, vertreten.

150.150 Schweizer Franken (circa 123.000 Euro) loben die Eidgenossen in dieser 2000-Meter-Prüfung aus, die in diesem Jahr wieder einmal international besetzt ist. Da kann es einem auch bei frostigen Temperaturen in St. Moritz recht warm ums Herz werden.

Schon früh im Jahr deutete Röttgen-Trainer Markus Klug seinen Moritz-Mumm auf den Fuchs Andreas an, der am 26. Januar in Neuss bei seinem Warm-up leicht und locker mit der halben Bahn gewann. Ernsthafte Gefahr sollte dem Röttgener Dr Fong-Sohn, der mit Andreas Helfenbein antreten wird, eigentlich nur aus dem Quartier von Alain de Royer-Dupré in Gestalt von Sano di Pietro (Frederic Spanu) drohen, im Besitz des Schweizers Anton Kräulinger, der das Heimspiel in St. Moritz nur allzu gerne gewinnen würde.

Der sechsjährige Dalakhani-Sohn gewann Anfang des Monats in Chantilly ein Course-D-Rennen gegen Bling und sollte den Röttgener doch fordern können. Zwei Plätze hinter Bling war in Chantilly im Übrigen African Art aus dem Quartier von Form-Trainer Philipp Schärer eingekommen, der auch zum Aufgebot am Sonntag zählen wird. Aber auch die weiteren deutschen Vertreter sollten im Kampf um eine Platzierung ein Wörtchen mitreden können, auch wenn die Bilanz der Deutschen in St. Moritz vor dem dritten Meetings-Tag noch nicht berauschend ist.

Mit Future Security (Alex Pietsch) hat Christian von der Recke ein Pferd eigens für den Grand Prix erworben. Der England-Import wird am Sonntag sein Debüt für den Trainer aus Weilerswist geben. Mirek Rulecs Nostro Amico (Luca Sorrentino) kommt mit einem vierten Platz aus Deauville in die Schweiz, während Agnieszka Klus den Etzeaner Star System (Jozef Bojko) aus der prominenten Zucht der Gebrüder Wertheimer sattelt, der am zweiten White-Turf-Tag über 1900 Meter Rang sieben belegte.

Sie ist nach wie vor die Königin im Engadin, auch wenn die von Peter Schiergen trainierte Bona-Stute Mombasa (Adrian von Gunten) beim ersten Skikjöring-Rennen des Meetings nach einem nicht optimalen Rennverlauf nur Dritte wurde. Zuvor war die Black Sam Bellamy-Tochter bei sämtlichen Starts in dieser exklusiven Variante des Pferderennens ungeschlagen geblieben. Sie sollte ihrem Rekord am Sonntag im über 2700 Meter führenden Prix Credit Swiss (15.000 Franken, circa 12.000 Euro) durchaus einen weiteren Erfolg hinzufügen können.

Dabei trifft sie mit Sascha Smrczeks Decorum (Leta Joos) sowie den von Christian von der Recke trainierten Dreamspeed (Franco Moro) und Birthday Guest auf weitere deutsche Vertreter. Dreamspeed beendete den ersten Skikjöring auf dem zweiten Platz zu Philipp Schärers Bergonzi (Casty Fadri), der ebenfalls wieder mit am Start sein wird. Auch von Dreamspeed kann man durchaus noch eine Steigerung erwarten.

Ein Sieg und ein zweiter Platz – so liest sich die Moritz-Bilanz des vom Gestüt Auenquelle gezogenen Zarras (Silvia Casanova). Der Ex-Schützling von Trainer Jens Hirschberger, der inzwischen von Philipp Schärer vorbereitet wird, wird im Grand Prix Moyglare Stud (30.000 Franken, circa 25.000 Euro) über die Distanz von 1300 Metern unter anderem auf Wolfgang Figges Ach was (Alexandra Vilmar) und den von Christian Sperngel in Hannover vorbereiteten Gruppe-Sieger König Concorde (Filip Minarik) treffen, der natürlich in diesem Rennen auch erste Chancen anmelden sollte.

Im Grand Prix de Sede (15.000 Franken, circa 12.000 Euro) über die Meile startet dann noch Christian von der Reckes Ciocco Sam (Silke Brüggemann), der vor gut einer Woche Vierter zu Zarras wurde und dieses Ergebnis nun umdrehen möchte.