Start Rennen Ein Prince auf dem Rennsport-Gipfel

Ein Prince auf dem Rennsport-Gipfel

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Ein Prince auf dem Rennsport-Gipfel

In diesem Jahr wird er 80 Jahr alt. Prince Khalid Abdullah, aus der Saudi-Arabischen Königsfamilie stammend und seit Jahrzehnten einer der erfolgreichsten Züchter und Besitzer auf der Welt. Nach dem Erfolg seines vierjährigen Hengstes Arrogate im Pegasus World Cup in der letzten Nacht (MEZ) im Gulfstream Park von Los Angeles und somit dem mit 12 Millionen höchstdortierten Rennen aller Zeiten, ist Khalid Abdullah auf dem Gipfel angelangt.

Völlig überlegen zog sein von Bob Baffert, dem Trainer mit dem schneeweißem Haarschopf, trainierter Arrogate der Konkurrenz davon und spulte seinem  Besitzer nach 1:47,6 Minuten 7 Millionen US-Dollar in die Kassen. Vor zweii Monaten hatte Arrogate bei seinem Erfolg im Breeders‘ Classic knapp 2,5 Millionen US-Dollar verdient. Natürlich ist Arrogate das aktuell beste Rennpferd der Welt, doch nun gehen sicherlich die Diskussionen los, wer denn der bessere aller Zeiten sei: Frankel oder Arrogate?

Prince Khalid Abdullah wird es egal sein. Er ist auch Besitzer des in elf Rennen ungeschlagenen „Jahrhundertpferdes“ Frankel, nun besitzt er gleich das nächste „Jahrhundertpferd“. Sechs Siege stehen aktuell für Arrogate in Folge, lediglich bei seinem Debut wurde er Dritter. Interessant ist sicherlich die Tatsache, dass Arrogate nicht aus der Zucht von Khalid Abdullah stammt. Nur ganz selten sieht man Khalid Abdullah aiuf den Jährlingsauktionen, er kauft so gut wie nie.

Doch im September 2014 muss er eine ungeheure Eingebung gehabt haben, als er auf der Keeneland September Yearling Sale einen Unbridle’s Song-Hengst aus dem Angebot der Clearsky Farm ersteigerte. Der Hammer fiel bei 560.000 US-Dollar, den Zuschlag bekam Khalid Abdullah, der Hengst wurde auf den Namen Arrogate getauft und schreibt nun Turfgeschichte.

In den siebziger Jahren begann Khalid Abdullah, der etliche Jahre zuvor während seiner Studienzeit in Paris in Longchamp erstmals eine Rennbahn betreten hatte, sein Rennsport-Imperium aufzubauen. Seine Mutterstutenherde, die auf Gestüten in England (2), Irland (2) und Kentucky/USA verteilt ist avancierte im Laufe der Jahre zu eine der größten auf dem Globus. Khalid Abdullah kam zu mehreren Besitzer- und Züchterchampionaten in USA, England und Frankreich.  Er hat alle großen Rennen der Welt meistens nicht nur einmal gewonnen. Namen wie Known Fact, Dancing Brave, Rainbow Quest, Warning, Commander in Chief, Zafonic, Workforce, Rail Link, Danehill, Midday und natürlich Frankel stehen nur stellvertretend für weitere Gruppe-I-Sieger von Khalid Abdullah.