
Am vergangenen Sonntag gab’s in Köln für alle älteren Rennsportfans ein äußerst unangenehmes Deja vu mit dem letzten Jahrhundert, als es bis zu den achziger Jahren noch keinen Elektronen-Toto gab. Auf Grund der Serverprobleme des französischen Dienstleisters konnten bis zum Schwarzgold-Rennen u.a. keine Eventualquoten auf den Bildschirmen angezeigt werden.
Freuen dürfen sich dagegen die Nostalgiker auf den 8. Juli. Zumindest jene, die Mitglieder der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen und des Hamburger Renn-Clubs sind. Denn der Veranstalter der Derbywoche und die Besitzervereinigung lassen eine schöne Tradition aufleben und laden ihre Mitglieder am Freitag nach den Rennen in Hamburg/Horn ab 21.00 Uhr zur Barkassenfahrt – Abfahrt Anleger Jungfernsteg – auf der Hamburger Alster ein. In den siebziger und achtziger Jahren war es der Hamburger Fernsehjournalist und Besitzer Fritz Klein, der während der Derbywoche gemeinsam mit Freunden auf die Elbe einlud. Nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand des Hamburger Renn-Clubs übernahmen die Verantwortlichen des Derby-Veranstalters diese tolle Idee.
Zwei Tage vor dem Blauen Band wurden aus den berühmten drei G´s – Geld, Glück und Geduld – der Besitzervereinigung vier! Es wurde kräftig gegessen, getrunken, gefeiert und getanzt. Und die Chancen der Derbystarter wurden ausgelotet. Gegen Mitternacht versank dann nach diversen Expertengesprächen der Derbytraum mancher Besitzer im Elbwasser. Jeder, der dabei war, wird sich noch daran erinnern, wie das Präsidenten-Ehepaar von Gärtner von der Terrasse ihrer Süllberg-Villa den Partygästen auf der Barkasse zugewinkt hatte.
„Wir wollten abseits der Rennbahnhektik, die während der Derbywoche herrscht, eine Veranstaltung wieder aufleben lassen, die früher sehr beliebt gewesen sein soll. Ich denke so ein geselliges Beisammensein unter Freunden des Galopprennsports ist eine tolle Sache“, teilte der Geschäftsführer der Besitzervereinigung, Daniel Krüger, der die früheren, zünftigen Barkassen-Partys nur aus Erzählungen kennt, gegenüber GaloppOnline.de mit.
„Die Teilnahme, die nur für Mitglieder unserer Vereinigung und des Hamburger Renn-Clubs möglich ist, kostet 20 Euro, wobei der Gegenwert für Essen, Trinken und die Fahrt 60 Euro beträgt. Alle Einnahmen gehen zu 100 Prozent an die Jockeyschule“, fügte Krüger noch hinzu. Die ersten Anmeldungen sollen bereits vorliegen, also wer bei der begrenzten Kapazität an der „Galopper-Kreuzfahrt“ teilnehmen möchte, sollte sich beeilen.
Anmeldungen: Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V.Tel. 0221-7409759 oder info@besitzervereinigung.de kann man sich anmelden.
