
Hong Kong ist aktuell hierzulande wegen des Starts von Empoli, dem Crack aus dem Stall von Peter Schiergen, am kommenden Sonntag während der International Races in Sha Tin in der Hong Kong Vase in aller Munde. Jetzt kommt allerdings eine eher bittere Nachricht für die deutschen Turffans.
Der diesjährige Spitzenzweijährige Sherlock aus dem Quartier von Miroslav Rulec ist von seinem Besitzer Dietmar Hilgert vom Capricorn Stud nach Hong Kong verkauft verkauft worden. Bereits am gestrigen Donnerstag hat der Areion-Sohn die Reise in die ehemalige britische Kronkolonie angetreten, um seine Rennlaufbahn in Zukunft dort fortzusetzen. Sherlock gewann dieses Jahr bei seinem zweiten Rennbahnauftritt in Köln sein erstes Rennen und wurde dann später noch Zweiter in Winterfavoriten (Gr.III) hinter Brisanto sowie starker Dritter im Criterium International (Gr.I) in Saint-Cloud.
„Klar bin ich traurig, wenn ein Pferd wie Sherlock den Stall verlässt, zumal es nach dem Karrierende von Sommerabend bereits der zweite schmerzhafte Abgang eines Cracks aus meinem Trainings-Quartier ist. Aber bei den Summen, die da im Spiel sind, muss man realistisch sein und den Verlust so eines hochveranlagten Gruppepferdes akzeptieren. Aber ich bin nicht Schiergen oder Wöhler. Ich trainiere 25 Pferde, darunter sicherlich einige interessante Kandidaten, aber so rasch lässt sich der Abgang eines solchen Talents nicht verkraften.“ teilte Rulec am Freitag früh via Telefon traurig mit.
„Sherlock war nicht wirklich ein Zweijähriger und hat nur auf Grund seiner Klasse in seinem ersten Jahr solche Leistungen gezeigt. Er wäre in der kommenden Saison als ausgereifter Hengst noch besser geworden, da bin ich mir sicher“, schwärmte „Miro“ Rulec von seinem Ex-Crack.
