
Wie die Zeit vergeht! Denn für den ersten der drei Renntage des White Turf Meetings auf dem zugefrorenen See in St. Moritz mussten bereits die Nennungen abgegeben werden. In den sieben ausgeschriebenen Rennen für den ersten Tag am 9. Februar kamen insgesamt 78 Unterschriften zusammen. 49 in den Galopprennen, 9 für das Skikjöring und 20 für die Trabrennen.
„Wir freuen uns über diese große Internationalität unseres Anlasses. Bemerkenswert sind schon am ersten Renntag allein zehn Nennungen aus Großbritannien. Das hat es bisher in dieser hohen Anzahl noch nicht gegeben“, freut sich Silvio Martin Staub vom Organisationskomitee. Allein für den mit 18.000 Franken dotierten „Großen Preis Handels- und Gewerbeverein St. Moritz“ kamen vierzehn Nennungen aus vier Nationen zusammen.
Traditionell gilt das Rennen als Vorbereitungsprüfung für den Grand Prix am Schlusstag. Jeweils ein Dutzend Pferde wurden für den über die Meile führenden „Großen Preis Data Quest sowie für das über 1300 Meter führende Sprintrennen, den „Großen Preis Handels- und Gewerbeverein St. Moritz“ abgegeben. Den „Preis der Blasto AG“ über 1800 Meter können elf Pferde bestreiten.
Sechs deutsche Trainer könnten dabei im Engadin vertreten sein. Das größte Kontingent stellt Christian von der Recke, der mit Oscan, Parigino, der Neuerwerbung Future Security, Oasis Knight und Dreamspeed in St. Moritz vertreten sein wird. Die weiteren deutschen Kandidaten für den ersten Renntag auf dem See sind Nostro Amico aus dem Iffezheimer Stall von Miroslav Rulec, Star System aus Frankfurt von Agnieszka Klus und Lipocco aus München von Trainer John David Hillis. Außerdem wurde auch noch Arizona Star von Peter Schiergen in zwei Altersgewichtsrennen genannt.
Oasis Knight und Dreamspeed aus dem Weilerswister Stall von Christian von der Recke sind für das Skikjöring-Rennen vorgesehen. Hier werden sie auf Gestüt Bonas von Peter Schiergen trainierte Skikjöring-Königin Mombasa treffen, die im Vorjahr sämtliche drei Prüfungen dieser exklusiven Sportart im Engadin gewann. Vierter deutscher Skikjöring-Kandidat ist der von Sascha Smrczek trainierte Decorum. Bis auf Bergonzi und Weipert sind keine weiteren Pferde mehr im Skikjöring am Start gewesen.
Am Mittwoch erwarb der Stall M-B-A Racing in England durch Trainer Christian von der Recke den fünfjährigen Future Security. „Er wurde mir von meinem Freund Milton Harris empfohlen, der glaubt, dass er besser ist, als der von ihm betreute Salinas. Nach einer Kastration legte er eine größere Pause ein, ist jetzt aber topfit“, berichtet der Coach über seinen Neuzugang. Der im Gestüt Fährhof gezogene Salinas war Sieger in St. Moritz und Fünfter im dortigen Grand Prix.
Future Security stammt vom vierfachen Gruppe-I-Sieger Dalakhani, Sieger im Prix de l‘ Arc de Triomphe und im französischen Derby. Vorheriger Besitzer war Diane Dobery, als Trainer fungierte Anthony Middleton. Bei nur sechs Starts sprangen in der Laufbahn von Future Security bereits zwei Volltreffer heraus. So gewann er als Zweijähriger ein Maidenrennen in Redcar und als Dreijähriger ein Handicap (Class Vier) in Bath über 2000 Meter.
Erstes großes Ziel für Future Security ist der Grand Prix von St. Moritz am 23. Feburar. „Bereits am 9. Februar bestreitet er dafür das Vorbereitungsrennen im Engadin“, erklärte Christian von der Recke auf Anfrage.
