Was für eine Demonstration. Der Ittlinger Neatico aus dem Stall von Peter Schiergen zerlegte am Donnerstag im zur Gruppe III zählenden Westminster 23. Preis der Deutschen Einheit (55.000 Euro) über 2000 Meter. Rund 300 Meter vor dem Ziel legte Andrasch Starke die Karten auf den Tisch und beorderte den Medicean-Sohn aus dritter Position an dem lange führenden Limario (Roland Dzubasz/Alexander Pietsch) vorbei (Video ansehen).
Von der Spitze aus legte der Ittlinger (41:10) nun immer weiter zu und keiner der übrigen Gegner konnte mehr folgen. Limario wurde nun kürzer und auch der in guter Position gehende Bermud Reef (Peter Schiergen/Dennis Schiergen) hatte keine Antwort mehr.
Vorne war das Rennen entscheiden. Auf dem zweiten Rang schob sich noch Destor. Der Schützling von Uwe Stech wurde von Jozef Bojko strikt auf Warten geritten und kam vom letzten Platz mit feinem Speed noch auf den Ehrenrang.
Dahinter kam der 37:10-Favorit Vanishing Cupid (Fabrice Veron) aus dem Rennstall von Henri-Alex Pantall auf den dritten Platz. Der dreijährige Galileo-Sohn war immer prominent, konnte aber in der entscheidenden Phase des Rennens nicht zulegen.
‚Wie Neatico heute abgegangen ist, ist einfach sensationell‘, so Andrasch Starke. ‚Mit der Leistung hätte er auch gegen starke internationale Konkurrenz gewonnen.‘ Manfred Ostermann fügte an, dass Neatico im Training bleibt.
Alle Verantwortlichen waren sich einig, dass Neaticos Laufen in Baden ein einmaliger Ausrutscher war. Uwe Stech zeigte sich mit der Leistung von Destor sehr zufrieden. ‚Er ist mit viel Vertrauen aus der Reserve geritten worden‘, so Stech.
