An diesem Freitag öffnet sich im französischen Deauville der Vorhang zur Saison der Jährlingsauktionen 2006. Wie immer schaut die gesamte Branche gespannt auf das Seebad in der Normandie, denn es wird natürlich eine erste Standortbestimmung und ein wenig richtungweisend für die Versteigerungen der kommenden Woche sein.
Wie immer in den letzten Jahren gibt es von der Verkäuferseite starke deutsche Akzente. So hat sich das Gestüt Karlshof entschieden, die rechte Schwester der beiden Derbysieger Samum und Schiaparelli (Foto) nicht in Baden-Baden, sondern in Deauville in den Ring zu schicken.
Die Monsun-Tochter mit Namen Sortita wird über das Haras de Mezeray angeboten und wird mit der Katalognummer 93 offeriert. Dass man mit einem der Höchstgebote dieser Auktion liebäugelt, dürfte klar sein.
Zwei Jährlinge schickt gleichfalls über das Haras de Mezeray die Stiftung Gestüt Fährhof nach Frankreich. Das ist ein Singspiel-Hengst aus der Quebrada, somit ein Bruder zu Quebra, Quetena und Quilanga, sowie eine Pivotal-Stute, Erstling der mehrfach gruppeplatzierten Templerin, eine Acatenango-Stute, die über 90 Kilo konnte.
Aus deutscher Sicht wird man die über das Haras des Capucines offerierte Sadler’s Wells-Stute aus der Khoruna mit Interesse betrachten, ist sie doch eine Schwester zur mehrfachen klassischen Siegerin Kazzia aus der Zucht von Roswitha Grünewald.
Für gerade einmal 55 000 Euro hatte Jürgen H. Winters Haras de la Perelle vor zwei Jahren den Monsun-Sohn Gentlewave an Bob Lalemant abgegeben. In den Farben von Gary Tanaka gewann der Hengst dieses Jahr das Italienische Derby und war Zweiter im irischen Pendant.
Dieses Jahr bietet Perelle einen von Act One stammenden Halbbruder zu Gentlewave an, der dürfte kaum so günstig wie dieser zu haben sein.











